Unmut über Baustelle am Südhang. Nach Bauarbeiten ist die Südhangstraße nach wie vor nicht asphaltiert. Die Baustelle besteht bereits seit über einem Jahr. Laut Stadt Amstetten ist ein Ende aber in Sicht.

Von Peter Führer. Erstellt am 24. September 2019 (03:40)
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Dass die Südhangstraße schon seit langer Zeit nicht asphaltiert ist, sorgt bei Bewohnern der Südhangsiedlung für Frust. Während der Baustelle gab es aufgrund der Baggerarbeiten und der parkenden Autos (siehe oben) zudem kein Durchkommen für die Anrainer.
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Der Zustand der Südhangstraße und parkende Autos erregen bei Anrainern in der Südhangsiedlung Unmut. Bereits seit über einem Jahr läuft die Baustelle und noch immer ist kein Ende in Sicht. „Eigentlich haben wir gedacht, dass alles fertig ist. Aber dann hat man vor mehreren Monaten wieder alles aufgegraben. Es geht einfach nichts weiter. Die Löcher an der Straße sind nicht verfestigt, das Fahren ist eine Katastrophe. Man hat einfach nur Schotter draufgeschmissen“, machen einige Bewohner ihrem Ärger Luft. Sie fühlen sich nicht ausreichend informiert. Man habe keine Ahnung, wie lange es noch dauern wird, bis die Straße wieder fertig asphaltiert ist.

Ebenfalls für Ärger sorgte die Tatsache, dass parkende Autos während der Baggerarbeiten zeitweise eine Durchfahrt verunmöglicht haben. „Das war auch vor wenigen Wochen noch so, dass man nicht vorbei konnte. Darüber informiert, wann gearbeitet wird, hat man uns aber nicht“, kritisieren die Anrainer.

„Es geht einfach nichts weiter. Die Löcher an der Straße sind nicht verfestigt, das Fahren ist eine Katastrophe.“Ein Anrainer über den Zustand der Straße

Auf Rückfrage berichtet Baustadtrat Dieter Funke, dass die Kanalbauarbeiten abgeschlossen seien. Man habe aber noch nicht wieder asphaliert, da noch weitere Arbeiten geplant seien. „So etwas ist immer eine Gratwanderung. Wenn wir jetzt asphaltiert hätten und dann wieder aufgegraben hätten, wäre das auch kritisiert worden“, erklärt Funke.

Wie Clarissa Schmitz, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Stadtamtes erklärt, habe man nach Fertigstellung der Kanalbauarbeiten im Jahr 2018 eine provisorische Verschleißdecke angebracht und die Straße über den Winter versiegelt. Das sei bei derart umfangreichen Grabungen notwendig. „2018 ist man aber auch draufgekommen, dass der Hochbehälter – er versorgt einen Großteil der Stadt und ist einer unserer wichtigsten Behälter – am Südhang relativ wenig Wasser gehabt hat. Daher haben die Stadtwerke beschlossen, um 2,5 Millionen Euro eine Leitung hinaufzulegen und den Durchfluss zu erhöhen“, klärt Schmitz auf.

Versäumnisse bei der Anrainer-Information

Diese Maßnahmen wären notwendig gewesen, um die Wasserversorgung der Stadt sicherzustellen und zu verbessern. Schmitz räumte allerdings auch ein, dass es bei der Information der Anrainer Versäumnisse gegeben hat. „Man hätte da sicher mehr auf die Anrainer eingehen sollen“, sagt Schmitz.

Mittlerweile seien die Arbeiten an der Leitung abgeschlossen. Man habe zugleich LWL-Leitungen mitverlegt. „Laut unseren Informationen wird ab 2. und 3. Oktober asphaltiert. Über den Winter kommt wieder eine Verschleißdecke drauf, im Frühjahr wird dann die endgültige Deckschicht aufgetragen und die Straßenarbeiten sollen 2020 endgültig abgeschlossen werden“, berichtet Schmitz. Zur ebenfalls geäußerten Kritik an den fehlenden Informationen über Straßensperren während der Baggerarbeiten erklärt sie: „Da können wir uns nur entschuldigen, da hätte man sicher mehr informieren müssen.“