Unterschriften gefälscht: „Hirn ausgeschaltet“. Getürkte Unterstützungserklärungen: Angeklagte wurde wegen Urkundenfälschung zu drei Monaten bedingt verurteilt.

Von Elisabeth Leichtfried. Erstellt am 18. März 2020 (12:54)
Symbolbild
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Im Vorfeld der heurigen Gemeinderatswahlen hatte eine Amstettner Pensionistin Unterstützungserklärungen für die Liste Wahl gefälscht. Der Betrug flog bei der Überprüfung der Unterstützungserklärungen durch die Wahlbehörde auf.

Am Donnerstag der Vorwoche stand die Verantwortliche nun dafür wegen Herstellung falscher Urkunden vor dem Bezirksgericht. Sie bekannte sich schuldig, die Tat sei aber nicht politisch motiviert gewesen. Sie habe, so die Angeklagte, die Bürgerliste nicht einmal gekannt, bevor sie um ihre Mithilfe gebeten wurde. Aber ihr hätten die wohltätigen Ziele im Wahlprogramm gefallen, etwa dass die Bürgerliste Jacken an Bedürftige verteilen wollte. Außerdem habe sie einen Kandidaten der Liste schon von früher gekannt, deshalb wollte sie die Liste Wahl unterstützen und sie habe zugesagt, Unterschriften zu sammeln.

Unter Alkoholeinfluss Erklärungen gefälscht

Unter Alkoholeinfluss hat sie dann elf Unterstützungserklärungen gefälscht: „Nach zwei Achterl Wein habe ich Daten aus meinem Geburtstagsbuch dafür verwendet und auch die Unterschriften gefälscht.“ Ein Eintrag war aber echt, wie ein Zeuge vor Gericht aussagte: „Ich habe meine Daten selbst ausgefüllt und auch selbst unterschrieben.“

Die Gründe ihrer Tat beschreibt die Angeklagte so: „Mein Hirn hat ausgeschalten. Es war unbedacht und einfach deppert von mir.“ Es sei ihr nicht bewusst gewesen, welche Folgen ihre Handlung nach sich ziehe, gibt sie an.

Ihr Geständnis wirkt sich für die Frau strafmildernd aus: Sie wird vom Richter zu einer bedingten Freiheitsstrafe von drei Monaten mit einer Probezeit von drei Jahren verurteilt.

Die Angeklagte nimmt das Urteil an.