Verdacht der Tierquälerei: Wirbel um Tiertransporter

Anhänger mit Kühen wurde laut Passantin mehrere Stunden in Waidahammer stehen gelassen. Laut Amtsärztin war jedoch kein Einschreiten erforderlich.

Erstellt am 24. April 2018 | 05:11
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Dieser „verwaiste“ Tiertransport-Anhänger sorgte in Waidahammer fürÄrger.
Foto: privat

Viel Ärger erregte ein Tiertransporter, der vor kurzem in der Nähe des Gasthauses Hilmbauer in Waidahammer abgestellt war. Eine Passantin entdeckte den Anhänger, auf dem Kühe untergebracht waren.

„Ich bin um etwa 10 Uhr vormittags vorbeigefahren und habe dann auch die Firma, deren Name auf dem Anhänger angeführt war, kontaktiert und gefragt, was da los ist. Die Sekretärin hat gemeint, sie leitet es ihrem Chef weiter, passiert ist aber nichts“, berichtet eine Dame, die anonym bleiben möchte, gegenüber der NÖN.

Sie habe auch bei einer Anrainerin nachgefragt, wie lange die Tiere schon vor Ort „geparkt“ worden seien. „Die Anrainerin hat mir gesagt, dass sie bereits um 9 Uhr früh ein Pumpern gehört hat“, berichtete die verärgerte Passantin, die dann auch mit der Polizei Kontakt aufgenommen hat.

Ein Polizeibediensteter aus der Inspektion St. Georgen/Ybbsfelde machte sich nach der Kontaktaufnahme ein Bild von der Situation und informierte die Amtstierärztin. „Wir haben die Amtstierärztin über die Lage vor Ort in Kenntnis gesetzt. Sie hat gemeint, dass bei der Tierhaltung alles in Ordnung ist und es mussten keine weiteren Maßnahmen gesetzt werden“, informiert man seitens der Polizeiinspektion St. Georgen/Ybbsfelde.

Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer bestätigt, dass laut Amtstierärztin kein Einschreiten erforderlich war. „Aus tierärztlicher Sicht war kein Eingreifen notwendig. Wie lange ein Tiertransporter stehen darf, hängt von veterinärfachlichen Aspekten ab. Unter Umständen ist es besser, dass die Tiere, wenn sie umgeladen werden, im Anhänger verbleiben. Das ist mit weniger Stress verbunden, als wenn man sie zuerst aus- und dann wieder einlädt“, so die Bezirkshauptfrau.