Verkehrskonzept der Bürgerinitiative trifft auf Skepsis. Vorschläge einer Bürgerinitiative für Veränderungen im Zentrum stoßen bei der Politik eher auf Skepsis.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 05. Mai 2018 (04:02)
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Bei der Hauptversammlung der Sektion Süd-West wurden auch langjährige Mitglieder geehrt. Stehend (v.l.n.r.): Sektionsvorsitzender Gemeinderat Edmund Maier, Rudolf Kneidinger (50 Jahre), Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Walter Gugler (40 Jahre), Elfriede Feyrer (40 Jahre), Walter Eberl (60 Jahre), Vorsitzende Stellvertreterin Gisela Zipfinger; sitzend: Gerhard Öllinger (50 Jahre), Silvia Gugler (25 Jahre), Ilse Jaidhauser (40 Jahre) und Ulrich Simetzberger (60 Jahre); nicht im Bild: Hans Voglhofer (40 Jahre).
SPÖ

Unterschiedlich fallen die Reaktionen der Verkehrssprecher der Parteien auf die Vorschläge einer Bürgerliste aus, das Verkehrskonzept in der Innenstadt nochmals zu überdenken (die NÖN berichtete). Unter anderem wurde da ja vorgeschlagen, bei der Einmündung der Rathausstraße in den Hauptplatz einen kleinen Kreisverkehr zu errichten.

FPÖ-Verkehrsstadträtin Brigitte Kashofer will die Ideen der Bürger auf jeden Fall im Verkehrsausschuss zur Diskussion stellen. „Ich kann mir auch vorstellen, dass wir uns anhand des Berechnungsmodells, das das Büro Snitzek erstellt hat, anschauen, was das für Auswirkungen auf die Verkehrströme in der Innenstadt hätte.“

Da dies natürlich wieder einen finanziellen Aufwand bedeute, brauche es dafür natürlich einen entsprechenden Beschluss.

Brandstetter steht den Vorschlägen skeptisch gegenüber

VP-Mobilitätssprecher Markus Brandstetter steht den Vorschlägen skeptisch gegenüber: „Wir haben ja mehrere Varianten berechnet. Tatsache ist, dass jede Veränderung in einem anderen Bereich eine massive Verschlechterung bringt. Das macht keinen Sinn.“

Brandstetter will aber vor der Sitzung des Verkehrsausschusses das Gespräch mit den Bürgern suchen, um über ihre Vorschläge zu diskutieren: „Ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir beim Krankenhaus die ersten 15 Minuten Parken gratis machen. Das halte ich für eine gute Idee.“

Für SP-Verkehrssprecher Bernhard Wagner haben die Sachverständigen im Vorjahr schlüssig belegt, dass das Verkehrskonzept so wie es ist, gut ist. „Es macht keinen Sinn diese Diskussion alle paar Monate von vorne zu beginnen. Wir werden sicher keine Maßnahmen setzen, die woanders zu einem Chaos führen, das wäre unverantwortlich.“