Verkehrsrowdy zertrümmerte Radarbox . Verkehrsrowdy (29) wurde geblitzt und sah rot. Vor Gericht setzte es für den Reuigen nun eine bedingte Strafe.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 17. April 2019 (04:00)
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„Ich hab’ eine psychisch schlechte Phase gehabt und war neben der Spur“, sagt ein 29-Jähriger vor Richterin Doris Wais-Pfeffer. Mit dem Auto war der Mann in Amstetten zu schnell unterwegs und wurde von einer Radarbox geblitzt. Das brachte ihn in Rage. Mit Fäusten schlug er auf das Radargerät ein und zertrümmerte es mit einem Holzpflock. Den USB-Datenstick aus der Box nahm er mit.

Nicht nur schwere Sachbeschädigung und Unterdrückung eines Beweismittels werden dem Mann somit im Prozess am Landesgericht in St. Pölten vorgeworfen, auch Widerstand gegen die Staatsgewalt steht auf der Liste der Anklagebehörde.

Am Bahnhof randaliert

Am Bahnhof in Amstetten randalierte der 29-Jährige mit 1,7 Promille im Blut gemeinsam mit einem Freund. Als Polizisten einschritten, wurden die Männer verwarnt.

Eine Stunde später mussten die Ordnungshüter ob der Renitenten erneut ausrücken. Den Freund des Angeklagten wollten sie dann zur Identitätsfeststellung mitnehmen. Das passte dem 29-Jährigen gar nicht. „Den nehmt’s ihr sicher net mit“, erklärte er und schubste einen Polizisten zur Seite.

Die Richterin verurteilt den Angeklagten zu sechs Monaten bedingt verhängter Freiheitsstrafe. Einer Psychotherapie muss er sich unterziehen und ein Bewährungshelfer wird ihm zur Seite gestellt. Das Urteil ist rechtskräftig. Die Radarbox muss der Angeklagte übrigens berappen. 42.000 Euro kostet die, die Hälfte davon hat der 29-Jährige bereits bezahlt.