Vertrauensvorschuss für Kulturstadträtin Asanger. Nachbesetzungen Kulturstadträtin Elisabeth Asanger bekam Vertrauensvorschuss. Bei der Wahl von Vizebürgermeister Anton Katzengruber gab es aber neun Enthaltungen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 29. Mai 2018 (03:22)
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Die SPÖ hat sich neu aufgestellt: Dritter Vizebürgermeister Anton Katzengruber, Bildungsgemeinderat Helfried Blutsch, Bürgermeisterin Ursula Puchebner, Gemeindrätin Birgit Hornes und Kulturstadträtin Elisabeth Asanger.
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Planmäßig gingen die Wechsel im SPÖ-Team im Gemeinderat über die Bühne. Während sich aber die neue Kulturstadträtin Elisabeth Asanger mit 37 Stimmen über eine hundertprozentige Zustimmung freuen durfte, gab es bei der Kür von Anton Katzengruber zum neuen dritten Vizebürgermeister neun ungültige Stimmen.

Woher die kamen, ist fraglich. Sicher ist, dass die FPÖ Katzengruber nicht gewählt hat. „Das geht nicht gegen die Person. Wir sind grundsätzlich dagegen, dass sich Amstetten drei Vizebürgermeister leistet“, sagt Stadträtin Brigitte Kashofer.

ÖVP hat geschlossen gewählt

Die ÖVP hat Katzengruber laut Vizebürgermeister Dieter Funke geschlossen gewählt. „Ich habe meine Kollegen gebeten, ihm ihre Stimme zu geben, weil ich nicht so ein unwürdiges Spektakel veranstalten wollte wie die SPÖ bei meiner Wahl zum zweiten Vizebürgermeister“, sagt Funke. Die SPÖ hatte damals im ersten Wahlgang statt für Funke für Rikki Scholler gestimmt, was einen zweiten Wahlgang nötig machte.

Die Grünen haben laut Dominic Hörlezeder für Katzengruber gestimmt. Bleiben noch die parteifreien Gemeinderäte Gerhard Haag und Susanne Premm sowie Neos-Mandatar Roman Kuhn. Aber auch wenn sie Katzengruber nicht die Zustimmung gaben, müssten ein bis zwei ungültige Stimmen aus den Reihen der SPÖ gekommen sein (weil bei der FPÖ nicht alle Mandatare anwesend waren). SP-Obmann Gerhard Riegler kann sich das nicht vorstellen. „Es gab bei uns einen einstimmigen Beschluss, Anton Katzengruber für das Amt zu nominieren. Es ist eine Wertschätzung seines Engagements und seiner politischen Karriere. Die ungültigen Stimmen sind bei den anderen Parteien zu suchen. Und insgesamt war das Votum ja eindeutig.“

Das sieht auch Katzengruber selbst so. „Ich glaube nicht, dass jemand aus der SPÖ ungültig gewählt hat. Für mich zählt, dass ich deutlich mehr Stimmen erhalten habe als Rot und Grün zusammen haben. Das ist ein schöner Vertrauensbeweis.“

Helfried Blutsch wurde zum Bildungsgemeinderat gewählt, Birgit Hornes als Gemeinderätin angelobt.