VP-Gemeinderäte auf Ursachenforschung für Lkw-Belastung. Zwei VP-Gemeinderäte suchten nach Gründen für den Lkw-Verkehr im Amstettner Ortsteil Preinsbach. Und wurden fündig.

Von Peter Führer. Erstellt am 27. März 2019 (05:00)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Hans Ebner (links) und Markus Brandstetter suchten nach den Gründen den starken Lkw-Verkehr in Preinsbach.
VP

Auf Ursachenforschung, woher verirrte Lkw kommen, die in Wohngebieten auftauchen, machten sich die VP-Gemeinderäte Markus Brandstetter und Hans Ebner. Vor allem in Preinsbach gibt es immer wieder Probleme mit belastendem Lkw-Verkehr. Die Folge daraus: verärgerte Anrainer und gefährliche Situationen.

Fehlgeleitete Lkw-Fahrer vertrauen auf Navi

Um der Sache auf den Grund zu gehen, fuhr Brandstetter mehrmals hinter den Lkws durch die Wohngebiete, um die Fahrziele ausfindig zu machen. Diese lagen oft im Betriebsgebiet Ost. Jedoch gab es auch eine Anzahl von Lkw-Fahrern, die auf ihr Navi vertrauten und offensichtlich fehlgeleitet wurden. Zudem nahm man die Beschilderung entlang der eigentlich vorgesehenen Lkw-Route von der Autobahn über die Umfahrung ins Gewerbegebiet Amstetten-Ost unter die Lupe. Im Bereich des Obi-Kreisverkehrs wurden die beiden VP-Mandatare fündig. Dort steht ein 3,5 Tonnen-Lkw-Fahrverbot mit einer Zusatztafel, das die Zufahrt über die Umfahrungsstraße zum Gewerbegebiet regelt.

„Unsere Vermutung war es, dass hier Lkw-Navis dies als generelles Fahrverbot anzeigen und die Lkw dadurch auf Alternativrouten in die Wohngebiete führen. Bestätigung kam durch einen Mitarbeiter der Straßenverwaltung, der dies auf einem Navi eines ausländischen Lkw-Fahrers sah. Hier trifft digitale Technologie auf analoge Verkehrsschilder und jeder Fahrer verlässt sich auf sein elektronisches Helferlein, das ihn in seiner Landessprache informiert“, berichtet Brandstetter.

Daher beantragte man die Prüfung des Lkw-Fahrverbots im Bereich der B1 durch die zuständige Bezirkshauptmannschaft, um hier eine Grundlage für die weitere Diskussion zu haben. Für die Zukunft wäre – so die VP – ein Lkw-Leitsystem in Zusammenarbeit mit der Kleinregion notwendig. „Vielleicht werden wir in Zukunft keine analogen Verkehrsschilder mehr haben, sondern nur noch ein digitales System. Das ist aber Zukunftsmusik, darum müssen wir uns heute der Herausforderung stellen, Lkws auf die richtigen Routen zu bringen“, so Brandstetter und Ebner.