VP-Spitzenkandidat Haberhauer: „Waren bei den Bürgern“. Volkspartei jubelte zurecht: Erstmals seit 1965 wird Stadt Amstetten wohl einen ÖVP-Bürgermeister bekommen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 27. Januar 2020 (12:05)
Groß war der Jubel der ÖVP nach der offiziellen Bekanntgabe des Wahlergebnisses am Gemeindeamt.
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„So sehen Sieger aus schalalalala“: Mit Schlachtgesängen wurde der Amstettner Spitzenkandidat Christian Haberhauer in der ÖVP-Zentrale in der Kirchenstraße begrüßt. Damit, dass die Partei tatsächlich die Machtverhältnisse in Amstetten drehen könnte, hatten nicht einmal die ÖVP-Kandidaten selbst gerechnet: „Ich habe fest daran geglaubt, dass wir kräftig zulegen, aber dieses Ergebnis hat uns alle überrascht“, sagt etwa Manuel Scherscher aus Mauer. Dort hat die ÖVP die SPÖ klar überholt.

Haberhauer selbst bedankte sich bei seinem Team für das Engagement in den letzten vier Monaten. „Wir haben gearbeitet und waren bei den Bürgern. Wir haben ihnen zugehört und wir hatten den richtigen Spirit. Damit haben wir die Wahl gedreht.“ Gemeinsam könne man nun Amstetten gestalten und besser machen. „Wir werden mit allen anderen Parteien im Gemeinderat Gespräche führen und wollen künftig mit ihnen gemeinsam unsere Stadt entwickeln“, erklärte der Wahlsieger.

Christian Haberhauer mit Vizebürgermeister Dieter Funke, der ihn zu seinem Nachfolger erkoren hat.
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Groß war natürlich auch die Freude von Bezirksparteiobmann Andreas Hanger. „Wir haben die kleinste Gemeinde gedreht – St. Georgen am Reith – und die größte – nämlich Amstetten. In beiden wird es künftig einen ÖVP-Bürgermeister geben.“ Hanger lobte den Einsatz des Amstettner Spitzenkandidaten, der allein 3.500 Hausbesuche gemacht habe, aber auch das Engagement des ganzen Teams. „Unsere Landeshauptfrau hat beim Neujahrsempfang der Hoffnung Ausdruck gegeben,, dass sie beim nächsten Besuch von einem ÖVP-Bürgermeister begrüßt wird. Jetzt können wir sagen: Mission erfüllt“, rief Hanger unter dem Jubel der versammelten ÖVP-Prominenz aus der Stadt und dem Bezirk.

„Gewinnen, weil wir nahe am Bürger sind“

Tatsächlich ließ es sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner nicht nehmen, am Wahlabend nach Amstetten zu kommen, „um dir, Christian, und deinem Team persönlich zu gratulieren. Man sieht, wenn wir nahe am Bürger sind, dann gewinnen wir auch. Du hast den Menschen zugehört und sie haben dir jetzt dafür gedankt. Nun können wir ein besseres Amstetten machen.“

Begeistert vom Abschneiden der ÖVP war natürlich auch Stadtrat Anton Geister. „Damit haben wir nicht gerechnet. Ich danke allen, die uns geholfen haben. Es ist ein großartiger Abend für die ÖVP.“ Gemeinderat Markus Brandstetter betonte, „dass wir das Ergebnis mit Demut und mit großem Respekt annehmen. Heute wird gefeiert, aber ab morgen wird gemeinsam für Amstetten gearbeitet.“

Groß war die Freude über Haberhauers Sieg auch bei Landtagsabgeordneter Michaela Hinterholzer. „Schließlich bin ich auch ein wenig seine politische Mutter. Was er sich in den Kopf setzt, das zieht er auch durch. Wir Bürgermeister der Umlandgemeinden sind froh, dass wir nun ihn zum Partner haben.“

Für Landtagsabgeordneten Anton Kasser gab es in Amstetten ein „Vakuum, das Haber hauer optimal genutzt hat. Er hat gezeigt, dass man einfach das politische Einmaleins befolgen muss: Grüßen, zuhören und mit den Leuten reden!“

 

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