Standler über Verlegung auf Mittwoch empört. Großer Ärger und Unmut herrschte heute bei den Standbetreibern am Bauernmarkt im Amstettner Stadtzentrum über die kurzfristige „Ausladung“ vom nächstwöchigen Donnerstagtermin und die Vorverlegung des Marktes auf Mittwoch, 30. Juni. Hintergrund ist der vom Stadtmarketing Amstetten organisierte viertägige Street Food Market mit Beginn am Donnerstag, 15 Uhr.

Von Otmar Gartler. Erstellt am 24. Juni 2021 (16:18)
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Groß war am Donnerstag der Unmut bei den Standbetreibern am Bauernmarkt über die kurzfristige Vorverlegung des nächstwöchigen Marktes auf Mittwoch, 30. Juni.
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„Das ist eine Frechheit, wie mit uns umgegangen wird. Man fährt einfach über uns drüber. Wenn es der Politik ins Konzept passt, sind wir gut genug, den Hauptplatz zu beleben, was wir auch seit vielen Jahren machen“, zeigten bei einer NÖN-Umfrage viele Standlerinnen und Standler kein Verständnis über die Vorgangsweise. In früheren Jahren sei ein Nebeneinander der beiden Veranstaltungen auch möglich gewesen. Man wäre sogar bereit gewesen, etwas früher den Bauernmarkt abzubrechen, um den Aufbau der folgenden Veranstaltung zu gewährleisten. Da aus Termingründen – man steht an diesem Tag schon auf einem anderen Markt - für viele der nächste Mittwoch nicht möglich ist, wird wahrscheinlich nur der eine oder andere Stand seine Produkte anbieten. Man befürchtet auch, dass sowieso kaum Leute kommen werden.

Der Geschäftsführer der Stadtmarketing GmbH, Georg Trimmel gab gegenüber der NÖN folgende Stellungnahme ab: 

„Da aufgrund der Corona-Pandemie heuer keine Einkaufsnacht stattfinden kann, haben wir als Alternative den Street Food Market nach Amstetten geholt. Durch die erheblichen Aufbauarbeiten kommt es leider zu einer einmaligen Terminkollision mit dem Bauernmarkt am Donnerstag. Wir bitten die Standler um Verständnis für diese pandemiebedingte Situation. Die Kommunikation von unserer Seite hätte sicher früher stattfinden können. Bis vor Kurzem war es allerdings unklar, ob der Street Food Market überhaupt stattfinden kann. Unabhängig davon, war ohnehin ein Bauernmarkt-Gipfel zur Abstimmung mit den Standlern geplant – weil uns der Bauernmarkt natürlich sehr am Herzen liegt.“