Arbeitslosigkeit im Bezirk Amstetten steigt leicht. Die Arbeitlosenquote ist in der Region weiterhin niedrig, vor allem bei Leasingarbeitern gibt es allerdings einen Anstieg.

Von Peter Führer. Erstellt am 11. Februar 2020 (03:13)
Harald Vetter geht davon aus, dass der (leichte) Anstieg anhält.
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Ende Jänner 2020 waren beim Arbeitsmarktservice Amstetten 2.542 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 73 Personen beziehungsweise drei Prozent mehr als im Jänner des Vorjahres. „Trotzdem sind diese 2.542 Arbeitslosen der zweitniedrigste Jännerwert seit dem Jahr 2009“, analysiert Harald Vetter, Leiter des Arbeitsmarktservices (AMS) Amstetten. Zählt man die Personen, die sich in einer Schulung befinden (434), zur Zahl der arbeitslos Vorgemerkten dazu, so bedeutet das – verglichen mit dem Vorjahr – sogar noch einen leichten Rückgang von minus 0,2 Prozent.

Mehr Arbeitslose gibt es vor allem bei den Leasingarbeitern. „Erfreulich ist, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen noch immer leicht rückläufig ist (- 3,5 Prozentpunkte)“, führt Vetter aus. Auch der Arbeitskräftebedarf der heimischen Wirtschaft sei weiterhin auf hohem Niveau. Ende Jänner waren 1.086 offene Stellen beim AMS Amstetten ausgeschrieben. „Es herrscht auch weiterhin eine hohe Dynamik am Arbeitsmarkt. Im Jänner dieses Jahres konnten bereits wieder 499 beim AMS Amstetten vorgemerkte arbeitslose Personen einen neuen Job aufnehmen“, klärt Vetter auf.

 „Erfreulich ist, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen noch immer leicht rückläufig ist.“ AMS-Geschäftsstellenleiter Harald Vetter

 Für die nächsten Monate geht Vetter davon aus, dass der Trend anhält. Er geht von einem weiteren leichten Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus. „Man darf nicht vergessen, dass wir im vorigen Jahr einen absoluten Tiefstand hatten. Das Mostviertel hat immer noch die niedrigste Arbeitslosigkeit. Der Fachkräftemangel ist weiterhin ein Riesenthema, aber im Leasingbereich ist abgebaut worden“, erläutert der AMS-Geschäftsstellenleiter.