Angebohrte Gasblase - Explosionsgefahr gebannt. 24 Stunden lang hat akute Explosionsgefahr die Gemeinde St. Pantaleon-Erla im Bezirk Amstetten in Atem gehalten. Am Dienstag gegen 14.00 Uhr wurde der Gasaustritt von Experten der OMV schließlich gestoppt .

Erstellt am 26. Juli 2011 (17:13)
24 Stunden lang hat akute Explosionsgefahr die Gemeinde St. Pantaleon-Erla im Bezirk Amstetten in Atem gehalten. Bei Bauarbeiten wurde am Montag eine Gasblase angebohrt, woraufhin einen Tag lang massiv Methangas ausströmte. Am Dienstag gegen 14.00 Uhr wurde der Gasaustritt von Experten der OMV schließlich gestoppt und die akute Explosionsgefahr somit gebannt. Endgültige Entwarnung konnte aber noch nicht gegeben werden, sagte Einsatzleiter Gerhard Haider von der Feuerwehr.

"Momentan strömt kein Gas mehr aus", teilte eine OMV-Sprecherin der APA mit. Die Arbeiten der OMV-Experten seien aber nach wie vor im Gange, das Bohrloch sei nämlich noch nicht abgedichtet. Nach Angaben von Bürgermeister Rudolf Bscheid (S) wurde der Gasaustritt nach Einbringen einer Kalisalzlösung gestoppt. Danach wurde Eternit zum Abdichten in die Öffnung eingefüllt, dieser müsse nun aushärten, erklärte Haider. Bis die OMV die Arbeiten offiziell für beendet erkläre, bleibe die Sperrzone rund um das Bohrloch daher noch aufrecht. Auch Messungen würden weiterhin durchgeführt.

Die Bewohner jenes Einfamilienhauses, das wegen der Explosionsgefahr evakuiert werden musste, haben die Nacht bei Verwandten verbracht. Wann sie in ihren Haushalt zurückkehren dürfen, hänge vom Abschluss der Sanierung ab, betonte Bscheid. Auch für die beiden in der Sperrzone liegenden Rohbauten blieb der Strom vorerst abgeschaltet.

Zu dem Vorfall war es am Montagnachmittag auf einer Baustelle im Zuge von Tiefenbohrungen für Erdwärme gekommen. In 99 Metern Tiefe stieß der Bohrer auf eine größere Methangasblase, woraufhin massiv Gas auszuströmen begann. Ein nahe gelegenes Haus und umliegende Baustellen mussten evakuiert werden, rund um das Bohrloch wurde eine 200 Meter große Sperrzone eingerichtet, die Behörden informiert.

Die Feuerwehr blieb die Nacht über an Ort und Stelle, sicherte das Gebiet ab und führte Messungen durch. Auch ein Gasspürtrupp derEVN und der Schadstoffberatungsdienst des Landesfeuerwehrkommandos waren im Einsatz. Zusätzlich erschwert wurde die Lage dadurch, dass der Bohrer noch im Bohrloch steckte und aufgrund der hohen Explosionsgefahr nicht bewegt werden durfte.