Haus der Franziskanerinnen: „Sind uns mündlich einig“. Ankauf des Hauses der Franziskanerinnen durch die Gemeinde rückt in greifbare Nähe. Das Gebäude könnte künftig für Alten- oder Tagesbetreuung genutzt werden.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 30. April 2020 (04:23)
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Sind sich über den Ankauf des Hauses St. Franziskus mündlich einig: Bürgermeister Johann Spreitzer, Schwester Sabine, Finanzchefin des Ordens, Generaloberin Schwester Hilda und Vizebürgermeister Leopold Krondorfer (das Foto entstand vor der Coronakrise).
Gemeinde

Ende August des Vorjahres haben die Schwestern der Franziskanerinnen Missionarinnen aus Altersgründen ihr Haus in Seitenstetten verlassen und sind nach Wien gezogen. Seitdem führt die Gemeinde mit dem Orden Gespräche über einen möglichen Ankauf des Gebäudes.

„Inzwischen haben wir uns mündlich geeinigt und es wird ein Vertragsentwurf erstellt“, berichtet Bürgermeister Johann Spreitzer. Er hat das Haus natürlich von Baumeistern auf seinen Zustand hin analysieren lassen. Das Ergebnis ist positiv. „Die Bausubstanz ist gut. Aufgrund seiner Lage kann man aus dem Gebäude sicher etwas Sinnvolles machen“, sagt der Ortschef.

Die Überlegungen gehen in Richtung Alten- oder Tagesbetreuung. Aber auch die Nutzung für eine Gemeinschaftspraxis von Seitenstettner Ärzten ist denkbar. Rund 700 Quadratmeter Nutzfläche stehen zur Verfügung. In Sachen Preis ist das letzte Wort allerdings noch nicht gesprochen. Ob der finanziellen Einbußen durch die Coronakrise muss die Gemeinde ihre Vorhaben neu kalkulieren. Spreitzer ist aber zuversichtlich, dass eine Einigung mit den Schwestern gelingt.

Gemeindevorstand hat wieder getagt

In der Vorwoche hat in Seitenstetten übrigens erstmals seit Ausbruch der Coronakrise der Gemeindevorstand getagt. Am 14. Mai wird dann der Gemeinderat wieder zusammentreten – im Saal des Gasthauses Ott, wo ausreichend Platz ist, um die Sicherheitsabstände einzuhalten.

Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung wird der Beschluss der Straßenbauarbeiten für das Jahr 2020 sein. Geplant sind Investitionen in der Höhe von 400.000 Euro. Aber auch da könnten die Einnahmenseinbußen natürlich Abstriche nötig machen. Auf dem Programm steht vor allem die Erschließung von Siedlungsgebieten, wie etwa jenem in Schmiedfeld. Fünf Baufirmen haben sich um den Auftrag beworben, vergeben wird er nach dem Bestbieterprinzip.

„Natürlich spielt der Preis eine sehr wichtige Rolle, aber auch zum Beispiel, wie viele Transportkilometer für die Erfüllung des Auftrags zurückgelegt werden müssen, wie viele Facharbeiter dabei zum Einsatzkommen und welche Referenzobjekte die Unternehmen vorweisen können“, erklärt der Bürgermeister.