Ärger über laute Jugendliche: „Der reinste Horror“. Anrainerbeschwerde über laute Jugendliche bei Bushaltestelle. Polizei: „Können nur handeln, wenn wir Beschwerden erhalten.“

Von Peter Führer. Erstellt am 19. Juni 2018 (05:28)
Anton Kovacs
Über die Verhältnisse bei der Bushaltestelle an der Kreuzung Brandströmstraße-Semmelweisstraße ärgert sich eine Anrainerin. Bis spät in die Nacht hinein würden hier Jugendliche für Lärm sorgen. Foto: Anton Kovacs

Wie die NÖN berichtete, nehmen in Amstetten Beschwerden über Lärmbelästigung, etwa durch Partys, ständig bellende Hunde, krähende Hähne und laute Kinder, bei der Stadtpolizei zu. In der Vorwoche wandte sich eine Leserin bezugnehmend auf diesen Artikel an die NÖN.

„Wenn schon laute Tiere für Ärger sorgen, warum sollte man dann nicht auch über den Lärm, der von Menschen verursacht wird, reden?“, fragte sie.

„Ich frage mich, warum die Leute sich bei der Zeitung beschweren und nicht zu uns kommen oder bei uns anrufen“Stadtpolizei-Kommandant Johann Hellinger

So würden in ihrer Nachbarschaft vermehrt Jugendliche bis spät in die Nacht bei der Bushaltestelle Brandström-Straße/Semmelweis-Straße für Lärmbelästigung sorgen. „Da gibt es oft laute Musik und laute Gespräche. Das Ganze beginnt oft um 22.30 Uhr und dauert meist bis halb drei in der Früh“, ärgert sich die Anrainerin.

Die Haltestelle sei mittlerweile „der reinste Horror“. Zwar habe sie bereits vor längerer Zeit einmal die Polizei verständigt, dann habe sich die Lage – zumindest für einige Tage – verbessert. „Jetzt sehe ich eigentlich aber nie einen Polizisten, der in der Nacht unterwegs ist und kontrolliert“, betont die Dame.

Bei der Stadtpolizei zeigt man sich von der Beschwerde überrascht. „Von Problemen bei dieser Bushaltestelle ist mir nichts bekannt. Ich frage mich aber, warum die Leute sich bei der Zeitung beschweren und nicht zu uns kommen oder bei uns anrufen“, erklärt Stadtpolizei-Kommandant Johann Hellinger. Man könne nicht auf gut Glück irgendwo hinfahren, sondern sei von Informationen der Bevölkerung abhängig.

Sollte man informiert werden, würden sich die Probleme zumeist schnell auflösen. „Die Jugendkultur ist nun einmal so, dass man sich trifft und gemeinsam unterwegs ist oder Musik hört. Es ist Sommer, man hat die Fenster offen und hört natürlich alles deutlicher. Wenn wir aber die Jugendlichen konfrontieren, löst sich meistens alles in Wohlgefallen auf. Der Großteil zeigt sich dann ja einsichtig“, führt Hellinger weiter aus.

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