Konzert mit Uraufführungen in St. Peter/Au

Erstellt am 04. September 2022 | 04:30
Lesezeit: 2 Min
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Serenadenkonzert im Schloss St. Peter: Bürgermeister Johannes Heuras, Pianistin Andrea Linsbauer, Moderatorin Ulla Pilz, der stimmgewaltige „Lokalmatador“ Michael Wagner, Sopranistin Nicole Lubinger, Kulturreferentin Susanne Pfaffeneder und der künstlerische Leiter der Serenadenkonzerte, Michael Linsbauer (von links).
Foto: Penz
Im Schloss St. Peter erklangen im Rahmen der NÖ Serenadenkonzerte Lieder von Zeller, Stolz und Lehàr.
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Das schöne Ambiente des Schlosses St. Peter im Geburtsort Carl Zellers als Konzertstandort in die Reihe der Serenadenkonzerte des Landes Niederösterreich einzubeziehen, war nach mehr als 60 Jahren ihres Bestehens höchst an der Zeit, heißt doch die Veranstaltungsserie „Musik am Ursprung“.

Im Festsaal des Gebäudes, in dem auch das Carl-Zeller-Museum untergebracht ist, gastierten am 28. August die Sopranistin Nicole Lubinger und der Bassist Michael Wagner – souverän und einfühlsam begleitet von Andrea Linsbauer am Klavier – mit einem ansprechenden und zugleich anspruchsvollem Liedprogramm dreier bekannter Operettenkomponisten: Als „Senior“ des Komponistenterzetts darf zuerst Carl Zeller genannt werden, dessen Liedschaffen bislang teilweise unterschätzt wohl im Archiv schlummerte, jedoch durch Museumsleiter Thomas Gnedt und Michael Wagner den Weg auf ein Programmblatt gefunden hat. Sechs der unterhaltsamen, aber durchwegs schlicht gehaltenen „Volkstümlichen Lieder“ – zum Teil mit (Mundart-)Texten von Peter Rosegger – wurden von den beiden Protagonisten großartig interpretiert. Ergänzt wurde das Programm mit einigen „Blumenliedern“ von Franz Lehàr und drei „Karst-Liedern“ von Robert Stolz.

Nicole Lubinger bestach durch ihre spielerisch leicht dargebotenen Koloraturen, bestes Wortverständnis und treffsichere Höhe. Der am Musiktheater in Linz engagierte Michael Wagner wiederum konnte das Publikum im ausverkauften Festsaal mit seinem sonoren Timbre und der Ausdrucksstärke verzücken. Die stimmlich wie auch schauspielerisch derart überzeugende Darbietung von „Därf ich’s Dirndl liab’n“ bildete einen der Höhepunkte dieses Konzertabends, der gekonnt und routiniert von Ulla Pilz mit viel Wissen, aber auch gespickt mit eher unbekannten Lebensdaten der Komponisten moderiert wurde. Nach drei Zeller-Liedern mit Texten romantischer Dichter durfte als Zugabe die „Christl von der Post“ nicht fehlen, ehe Michael Wagner das Programm mit dem Lied des Urban aus dem „Kellermeister“ beendete.

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