AMS-Amstetten: „Anstieg eindämmen“. Zahlen liegen unter dem Vorjahresvergleichswert. Damals gab es allerdings ein Allzeithoch aufgrund des Lockdowns.

Von Peter Führer. Erstellt am 08. April 2021 (04:33)
Amstettens AMS-Leiter analysiert die aktuellen Arbeitslosenzahlen.
B.V. Lachner/photosandmore.at

Genau ein Jahr nach Beginn der Corona-Krise sinkt die Arbeitslosigkeit erstmals wieder unter das Niveau des Vorjahres.

Ende März sind beim Arbeitsmarktservice (AMS) Amstetten 2.303 Personen (1.187 Männer und 1.116 Frauen) arbeitslos gemeldet, das sind um 1.312 Personen beziehungsweise 36,3 Prozent weniger Jobsuchende als im Vorjahr. „Bei diesem zum Vorjahresvergleich doch sehr deutlichen Rückgang ist allerdings zu beachten, dass der Bezirk Amstetten Ende März 2020 aufgrund des landesweiten ersten Lockdowns ein Allzeithoch bei den Arbeitslosen verzeichnete“, erklärt der Leiter der AMS-Geschäftsstelle Amstetten, Harald Vetter.

Die Corona-Krise hat am Arbeitsmarkt deutliche Spuren hinterlassen. Die Folgen zeigen sich drastisch in steigender Langzeitarbeitslosigkeit. Im Bezirk Amstetten hat die Zahl der Personen, die bereits ein Jahr und länger auf Jobsuche sind, um fast 90 Prozentpunkte auf 488 Personen zugenommen. „Die größte Herausforderung in den kommenden Monaten wird sein, der Verfestigung der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Wir müssen und werden alles tun, um den Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit einzudämmen“, erklärt Vetter.

Neben konsequenter Vermittlung hat das Arbeitsmarktservice das Angebot an Schulungen in Zukunftsberufen ausgeweitet. 551 Jobsuchende aus dem Bezirk Amstetten nutzen derzeit das Qualifizierungsangebot des AMS. Das sind um gut ein Drittel mehr als im März des Vorjahres.