AMS-Leiter Vetter: „Vollbeschäftigung im Bezirk Amstetten erreicht“

Erstellt am 13. Juli 2022 | 03:00
Lesezeit: 2 Min
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AMS-Geschäftsstellenleiter Harald Vetter analysiert die Arbeitslosenzahlen.
Foto: fotonovo.at
Die Arbeitslosenquote liegt im Bezirk Amstetten bei drei Prozent. Bei den offenen Stellen gibt es einen Rekord.
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Die Arbeitslosenzahlen gingen auch im Juni im Vorjahresvergleich stark zurück. 1.365 vorgemerkte arbeitslose Personen (737 Männer, 628 Frauen) gab es Ende des Monats beim Arbeitsmarktservice (AMS) Amstetten. Das bedeutet einen Rückgang von 379 Personen beziehungsweise 21,7 Prozent. „Mit einer Arbeitslosenquote von 3 Prozent ist Vollbeschäftigung im Bezirk erreicht“, berichtet AMS-Geschäftsstellenleiter Harald Vetter. Auch der Rückbau der Langzeitarbeitslosigkeit gehe zügig voran.

„Beim AMS Amstetten wurde die Langzeitarbeitslosigkeit bereits halbiert. Ende Juni waren 196 Personen mehr als ein Jahr vorgemerkt – das sind um 50 Prozent weniger als im Juni 2021“, führt Vetter weiter aus.

Laut Konjunkturtest bleiben die Beschäftigungserwartungen der befragten Betriebe insgesamt weiterhin hoch. Entsprechend stark entwickeln sich auch die Stellenmeldungen der Unternehmen beim Arbeitsmarktservice. Ende Juni 2022 sind beim AMS Amstetten 1.908 freie Stellen gemeldet. Noch nie – seit es EDV-Aufzeichnungen gibt (seit 1987) – waren somit mehr offene Stellen beim AMS Amstetten gemeldet als jetzt im Juni. Mehr als 2.500 freie Stellen konnten heuer bereits besetzt werden. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 26,4 Prozent.

Inwieweit die positive Entwicklung auch in den Herbst hineingeht, ist, wie Vetter erklärt, derzeit schwer zu beantworten. „Der Herbst ist schwer zu prognostizieren mit Fragen zu Gaslieferungen, dem Ukraine-Krieg und der Verknappung von Gütern. Es gibt auch einige Anfragen Richtung Kurzarbeit. Die Kurzarbeitsregelung wurde ja bis Ende des Jahres verlängert. Konkret ist es aber derzeit so, dass Personal gesucht wird und es einen Arbeitnehmermarkt gibt. Auch, weil geburtenstarke Jahrgänge in Altersteilzeit oder Pension gehen und geburtenschwächere Jahrgänge nachrücken“, sagt Vetter.

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