Römerfund bei Abrissarbeiten in Mauer. Neue Forschungen zu antiken Siedlungsstrukturen in Mauer bei Amstetten.

Von Red. Amstetten. Erstellt am 13. August 2020 (16:06)
Archäologin Ute Scholz, Ortsvorsteher Manuel Scherscher und Otto Hinterholzer vom Geschichtskreis Mauer mit gefundenen Münzen, Tonstücken und Mauerresten.
Ortsvorstehung Mauer

Im Zuge der Abrissarbeiten am Gebäude des ehemaligen Gasthauses Höller in Mauer stieß man jüngst auf weitere Überreste des berühmten Mauringer Römerkastells „castrum ad iuvense“.  Entstehen soll auf dem Areal, wie berichtet, ein betreutes Wohnhaus mit insgesamt 14 Wohneinheiten.  

Zuvor sind nun aber die Spezialisten der Firma ASINOE, einer Fachfirma für archäologische Untersuchungen, sowie das Bundesdenkmalmt am Zug.  

Bislang kamen ein Teil eines vermuteten Wehrgrabens beziehungsweise Reste von Mauerfundamenten des süd-östlichen Lagerbereiches zum Vorschein. Zudem konnten Münzen, sonstige Gebrauchsgegenstände aus Metall und Tonscherben von Gefäßen aufgefunden werden. 

Weitere Messungen und Grabungen sollen jetzt zur genaueren Abklärung des Umfangs der antiken Strukturen im „Auxiliarkastell“ beziehungsweise der „befestigen Siedlung Mauer an der Url“ (dem Locus Felix) beitragen. 

Zu einer nennenswerten Bauverzögerung soll es dadurch aber nicht kommen. Zum einen können die Messungen parallel zu etwaigen Bauarbeiten stattfinden und berühren nur den äußersten Bereich des Bauplatzes. Zum anderen ist aufgrund des bereits vorhandenen Wissens über die Befestigungsanlage mit einer raschen Finalisierung der Forschungsarbeiten zu rechnen.