Alexandra Steiners Kunst offenbart das Unsichtbare

Erstellt am 10. August 2022 | 04:22
Lesezeit: 3 Min
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Die Künstlerin Alexandra Steiner begibt sich mit ihren Gemälden in den Grenzbereich des Unfassbaren, den sie auch den Betrachtern offenbaren will.
Foto: privat/Steiner
Mit ihren Gemälden will Ardaggerin Alexandra Steiner die Betrachter in magische Welten führen.
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Die studierte Biologin Alexandra Steiner hat die Malerei und deren einzigartige Ausdrucksform schon früh für sich entdeckt. Nachdem die Künstlerin einige Jahre an Schulen und Kindergärten tätig war und immer wieder Workshops und Projekte leitete, widmet sie sich seit knapp zehn Jahren voll und ganz ihren Ideen und Eingebungen. Diese werden in ihren vielen Bildnissen verwirklicht und durch Ausstellungen der Außenwelt zugänglich gemacht.

Bei der Schaffung ihrer Kunstwerke bleibt die Malerin im wahrsten Sinne des Wortes bodenständig: Sie arbeitet mit Naturmaterialien – vorrangig mit den beiden Elementen Wasser und Erde. Auf diese Weise verknüpft Steiner die Kunst mit ihrer zweiten Leidenschaft: dem Reisen.Schon während ihrer Studienzeit bekam sie die einzigartige Chance, die Lebensweisen Mexikos und Guatemalas aus erster Hand mitzuerleben. Im Laufe ihres Künstlerdaseins lernte sie noch viele weitere Kulturen kennen, die ihr als Inspiration für eigene Werke dienten.

So lässt sich der „rote Ocker“ wiederholt in ihren Gemälden auffinden, da er für Steiner nicht nur ästhetische Zwecke erfüllt, sondern in anderen Zivilisationen auch spirituell von großer Bedeutung ist. Doch mit der Heimat ist die gebürtige Amstettnerin ebenso eng verbunden: Einige Werke ihrer letzten Ausstellung „Im Fluss.Klang.Bilder“ malte sie mit Wasser aus der Donau.

Zu Farben und Formen treten Klang und Melodie

Dies war ebenso das erste Projekt mit dem amerikanischen Pianisten Brooke Lizotte. Steiner entdeckte den erfahrenen Studio- und Bühnenmusiker, der unter anderem die Soundtracks für Sex and the City 2 und Burlesque komponierte, via Facebook. Dort gab er während des Covid-Lockdowns in „Morning Rendezvous“ seine Musik zum Besten. Begeistert von der Kunst des anderen, beschlossen die beiden fortan zusammenzuarbeiten. Das erste Resultat dieser Kooperation wurde vergangenen Juli in der Musikschule Grein aufgeführt. Ausgewählte Gemälde zum Thema „Kosmos“ und „Wasser“ von Steiner verwebten sich mit Lizottes Klaviermelodien zu einem magischen Fluss aus Farben, Formen und Klängen.

Intellektuelle Workshops für persönliche Ausdrucksform

Diese belebende Erfahrung möchte die Ardaggerin nun auch an die Schüler und Lehrer der Musikschule Grein sowie an alle anderen Interessenten weitergeben. Für dieses Vorhaben sind momentan Workshops für Anfang November in Planung. Im Zentrum steht dabei die Interpretation von Wasser und Licht, deren Synthese gleichermaßen wie deren Separation. Die Teilnehmer werden jedoch vor allem eingeladen, selbst zu experimentieren.

Wichtig ist Steiner dabei die Entkopplung vom traditionellen Unterricht: „Schon von Kindesbeinen an muss man immer etwas leisten – man wird bewertet, in gut oder schlecht eingeteilt. Das Spielen und Austoben wird uns systematisch abgewöhnt. Bei diesen Workshops soll deshalb alle Bewertung ausgeblendet werden, hier malt und komponiert man nur für sich. Das Ziel ist, Selbstbewusstsein zum eigenen Ausdruck zu gewinnen.“

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