Pressl wieder Gemeindebund-Obmann. Ardaggers Bürgermeister einstimmig in seiner Funktion bestätigt. Für die nächsten Jahre will er die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit intensivieren.

Von Peter Führer. Erstellt am 16. September 2020 (04:30)
Die Bezirks-Vorstandsriege des Gemeindebundes (von links): Karl Huber, Werner Krammer, Johannes Heuras, Obmann Hannes Pressl, Martin Schlöglhofer, Anneliese Mayer, Johann Weingartner und Lukas Michlmayr.
Gemeindebund

In der Vorwoche wählte der VP-Gemeindebund seine neue Führung und bestätigte dabei – einstimmig – Ardaggers Bürgermeister Hannes Pressl in seiner Funktion als Bezirksobmann für die nächsten fünf Jahre. Ihm stehen künftig Werner Krammer (Bürgermeister in Waidhofen) und Martin Schlöglhofer (Bürgermeister in Aschbach) als Stellvertreter zur Seite.

Inhaltlich gab es für die anwesenden VP-Bürgermeister einiges zu besprechen. Natürlich unter anderem die Coronavirus-Pandemie, die für die Gemeinden auch zu finanziellen Einbußen geführt hat. „Wir haben zum Beispiel massive Einbrüche bei den Ertragssteuern. Daher ist das kommunale Investitionspaket mit einer Milliarde Euro, das der Gemeindebund mitverhandelt hat, für die Gemeinden so wichtig“, unterstreicht Pressl. Gesprächsthema waren auch die Änderungen des Raumordnungsgesetzes. Wie die NÖN berichtet, sollen künftig Bauparzellen ja eine Maximalgröße von 700 Quadratmetern haben. „Wenn wir Ressourcenschonung betreiben wollen und Schritte gegen die Bodenversiegelung setzen wollen, dann braucht es diese Schritte“, ist Pressl überzeugt.

Großes Thema war auch die Intensivierung der Interkommunalität. So wollen die Gemeinden in Zukunft vermehrt die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit in den Fokus legen. „Das muss noch stärker zur Grundhaltung werden. Herausforderungen wie Energiewende, Glasfaserausbau, Mobilität oder Digitalisierung, die auch viele Vorteile bringt, können nur über die Gemeindegrenzen hinweg gemeinsam gelöst werden“, erklärt Pressl.

Zukunftsthema, das ebenfalls auf der Tagesordnung stand, war die Digitalisierung. Hier könne man in den Gemeinden Innovationen vorantreiben. „Wir müssen diese Möglichkeiten nützen. So können wir Funktionen, die aus den Ortskernen verschwunden sind, wieder zurückholen. Ein Beispiel dafür ist der Minihofladen in Stephanshart. Aber auch im telemedizinischen Bereich oder beim Energiewesen oder bei der Kommunikation mit den Bürgern gibt es viele Ideen“, so Pressl.