Die Geschichte der Heimat im Fokus von neuem Verein. Der neu gegründete Geschichtskreis Ardagger sammelt Dokumente, Bilder, Filme und vieles mehr aus der Vergangenheit.

Von Peter Führer. Erstellt am 22. November 2019 (05:33)
„Wir würden uns freuen, wenn wir viele historische Dokumente erhalten“, startet der Arbeitskreis einen Aufruf. Von links: Rudolf Enengl, Karl Hauer, Brigitta Aigner, Johann Göbl, Wolfgang Pfaffeneder, Josef Schoder und Leopold Farfeleder.
Geschichtskreis

Die eigene Geschichte zu erforschen – dieses Ziel setzt sich der neu gegründete Geschichtskreis Ardagger. Das Team rund um Rudolf Enengl (69) ist auf der Suche nach alten Dokumenten. Das können Bilder, Urkunden, Schriftstücke oder Filme sein. „Ich habe mir gedacht, zum Thema Geschichte gibt es in Ardagger noch wenig und es wäre wichtig, diese Dokumente zu sammeln. Ansonsten geht vieles verloren“, erklärt Enengl die Gründungsidee. Unterstützt wird man von der Gemeinde, auch viele Menschen aus der Bevölkerung haben bereits historische Gegenstände zur Verfügung gestellt. Gesammelt werden diese in einem Raum in der Volksschule Stephanshart.

„Wir wollen außerdem zur Archivtätigkeit anregen. Das heißt, es wäre wichtig, dass die Gemeindebürger ihre historischen Dokumente beschriften und mit Namen und Datum kennzeichnen, damit die Informationen nicht vergessen werden“, führt Enengl weiter aus.

Man habe bereits spannenden Input erhalten. Etwa durch Gespräche mit Zeitzeugen. „Ein Ardagginger hat mir erzählt, wie er mit 17 Jahren in den Zweiten Weltkrieg als Soldat eingezogen wurde und diesen mit Glück überleben konnte. Er entging der Gefangenschaft mithilfe der Bevölkerung in Norddeutschland. Am Kriegsende hat es geheißen, alle aus der Westzone dürfen wieder nach Hause. Da er aus der Ostzone kam, hat er ganz einfach einen Verwandten aus der Westzone erfunden“, verrät Rudolf Enengl. Dabei handelt es sich nur um eine der vielen spannenden Geschichten in Ardaggers Historie.

Der Öffentlichkeit präsentiert sich der Geschichtskreis am Donnerstag, 21. November, im Pfarrheim Stift Ardagger. Und zwar im Rahmen des Vortrages anlässlich des 400-Jahr-Jubiläums der Orgel von Stift Ardagger (ab 19.30 Uhr).