Ardagger

Erstellt am 28. Februar 2017, 03:42

von Daniela Führer

Dietmar Steiner auf Radfahrermission für die Umwelt. Seit drei Jahren fährt Dietmar Steiner (45) aus Ardagger täglich mit E-Bike, Zug und Puch-Rad 65 Kilometer nach Linz in die Arbeit und wieder retour – sein Beitrag für die Umwelt.

Didi Steiner lebt seine „Radfahrermission“ nun schon seit drei Jahren: „Es gab keinen Tag, an dem ich mal keine Lust hatte, auf‘s Rad zu steigen. Nur heuer im Winter musste ich für zwei Wochen aussetzen, da es einfach zu
gefährlich war.“ Foto: Daniela Führer
 |  Daniela Führer

Seit drei Jahren steigt Dietmar Steiner aus der Sonnensiedlung in Ardagger Markt täglich um 5.40 oder um 6.30 Uhr auf sein E-Bike und radelt zum Amstettner Bahnhof. Genau 18 Minuten braucht er für diese Strecke. Ausgesetzt hat er, bis auf zwei Wochen im heurigen Winter, noch nie. Und auch heuer war es ihm nicht etwa zu kalt, „man geht ja auch Schifahren bei diesen Temperaturen, nein, es war einfach zu gefährlich, mit dem Rad wegzurutschen oder von Autofahrern übersehen zu werden“, erklärt der 45-Jährige.

Insgesamt legt Steiner 65 Kilometer zum Arbeitsplatz zurück

Am Bahnhof Amstetten sperrt Didi Steiner sein E-Bike dann immer beim Bushalteplatz ab, packt die Akkus in seinen Rucksack und fährt weiter 30 Minuten mit dem Zug nach Linz. Dabei trifft er jeden Tag auf Freunde und Bekannte, seine „Kommune“, wie er es nennt, und tauscht sich über den neuesten Klatsch und Tratsch aus.

Nach dieser kurzen Reise steigt er am Linzer Radparkplatz auf sein einfaches Puch-Rad um und fährt noch einmal 15 Minuten zu seinem Arbeitsplatz. Insgesamt sind es 65 Kilometer, die der Ardagginger täglich zwei Mal zurücklegt.

Dabei ist es nicht nur die sportliche Motivation, die ihn dazu bewegt: „Natürlich gibt mir der Sport ein gutes Gefühl, und ich muss sagen, ich bin auch viel wetterfühliger, sensibler für die Natur und auch gesünder geworden, doch in erster Linie sind es die ökologischen und ökonomischen Aspekte. Wir sparen uns in der Familie ein Auto und da ich beruflich ohnehin viel reisen muss, will ich zumindest privat meinen Beitrag für die Umwelt leisten“, erklärt Steiner.

„Habe einige zumindest zum Nachdenken darüber angeregt“

Er hofft, auch andere auf seinen Weg zu bringen: „Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Menschen bei dieser Radfahrermission mitmachen. Ich denke, ich hab‘ auch schon einige zumindest zum Nachdenken darüber angeregt“, berichtet Steiner.

Ob Sommer oder Winter – die unterschiedlichen Wetterlagen seien auch überhaupt kein Problem: Im Winter trägt er einfach mehrere Schichten übereinander, dazu kommt das Wichtigste, ein Mund-Nasenschutz unter dem Helm. Bei Regen wirft er noch einen einfachen Gaucho-Regenschutz über.

Steiner beweist auch, dass man als „Ökopendler“ kein großer Radsportfan sein muss: „Ich bin in meiner Freizeit sonst kaum mit dem Rad unterwegs, ich betreibe das Radfahren also nicht als Hobbysport. Trotzdem gab es noch keinen Tag, an dem ich keine Lust hatte, auf‘s Rad zu steigen.“

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