Ein neuer Radweg Richtung Amstetten. Umbau zur Entschärfung von Kreuzung mit B 119 läuft. Im Zuge dessen wird auch über Radroute nach Amstetten nachgedacht.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. September 2021 (03:25)
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An der B 119 auf Höhe der Mittelschule laufen die Arbeiten an der Errichtung des neuen Kreuzungsbereiches bereits auf Hochtouren. Die Gemeinde will damit die Verkehrssicherheit verbessern. Zwischen Ardagger Markt und Ardagger Stift gibt es bis zu 16 Ausfahrten. Derzeit fahren auf der Bundesstraße täglich rund 7.000 Fahrzeuge, Tendenz steigend. „In zwei Bereichen hatten wir in der Vergangenheit eine starke Unfallhäufung. Bei der Kreuzung Kirchfeld und bei der Abzweigung zur Mittelschule“, berichtete Bürgermeister Hannes Pressl. Genau diese beiden Gefahrenstellen werden nun entschärft, indem für sie eine gemeinsame, gut einsehbare Abzweigung im Bereich der Mittelschule geschaffen wird – mit Abbiegespuren auf der Bundesstraße. „Die Straße Kirchfeld wird zur reinen Siedlungsstraße ohne Anbindung an die B 119“, berichtet Pressl. Die neue Kreuzung wird verkehrstechnisch auch den geplanten neuen Nahversorger einbinden.

Bürger bevorzugen schnellsten Weg

Im Zusammenhang mit der Verbesserung der Verkehrssituation an der Bundesstraße steht auch ein großes Radwegeprojekt in der Gemeinde an. „Wir wollen für unsere Bürger Amstetten mit dem Rad leichter und sicherer erreichbar machen. Ursprünglich haben wir eine Route durch schwach befahrene Siedlungen überlegt, aber Gespräche haben gezeigt, dass die Leute mit dem E-Bike auf dem schnellsten Weg in die Stadt gelangen wollen“, sagt Pressl.

Der Plan ist daher, die bestehende Radwegverbindung, die von Ardagger Markt über Ardagger Stift führt und bei der Kreuzung Kirchfeld endet, auf der rechten Seite entlang der Greiner Bundesstraße weiterzuführen – bis zum Hof von Mostbaron Toni Distelberger.

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Zwei mögliche Routen für einen Radweg Richtung Amstetten: Eine würde direkt an der B 119 entlang führen, dieandere über weniger befahrene Wege. Sie wäre aber deutlich länger.
Gemeinde

Eine erste Erhebung hat gezeigt, dass neben der B 119 genügend Platz zur Verfügung stünde und der Radweg auch technisch realisierbar wäre. „Ich habe vor, das im Herbst im Gemeinderat zur Diskussion zu stellen und hoffe, dass wir dann auch einen Beschluss für eine Detailplanung fassen“, sagt Pressl. Da es für Radwegprojekte derzeit gute Förderungen des Landes gibt, wünscht sich der Bürgermeister, mit dem Ausbau vielleicht schon nächstes Jahr beginnen zu können.

Die weitere Radweg-Route vom Hof Distelbergers bis ins Amstettner Stadtzentrum festzulegen und zu realisieren, ist natürlich Sache der Stadt Amstetten.