Mit Zillen zu Gold: Wehren üben für Landeswasserbewerb. Die vier Feuerwehren der Gemeinde Ardagger stecken mitten in den Vorbereitungen für den Landeswasserdienstleistungsbewerb. 5.000 Besucher werden dabei erwartet.

Von Peter Führer. Erstellt am 20. Juni 2018 (06:13)
Peter Führer
Mit einem A-Boot konnten Medien- und Feuerwehrvertreter einen Eindruck von der Bewerbsstrecke gewinnen. Fotos: Peter Führer

Zum dritten Mal (nach 1975 und 2008) wird von 23. bis 26. August 2018 in Ardagger der NÖ Landeswasserdienstleistungsbewerb durchgeführt. Als Generalprobe dient der Bezirkswasserdienstleistungsbewerb (17. bis 18. August). Ausrichten werden die Bewerbe die vier Freiwilligen Feuerwehren Ardagger Markt, Ardagger Stift, Kollmitzberg und Stefanshart. Bei einem Pressegespräch informierte man über den Stand der Vorbereitungen und worauf sich die Besucher freuen können.

Wasserdienst genießt hohen Stellenwert

Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber betonte, dass der Wasserdienst aufgrund Donau, Ybbs und Enns eine große Bedeutung habe. Vor allem die Abwehr der Hochwassergefahren sei ein zentrales Element der FF-Tätigkeit.

Die Feuerwehrkommandanten in Ardagger – Franz Pressl (Markt), Josef Weber (Stift), Markus Steinacher (Kollmitzberg) sowie Kommandantstellvertreter Hannes Neuheimer (FF Stefanshart) – und Hubert Poustka, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, erklärten, dass die Planungen bereits seit 2016 laufen würden.

Das Gelände sei perfekt geeignet, da sich die Bewerbsstrecke direkt neben den Versorgungszelten befindet, betonte Pressl. Andererseits müsse man die Infrastruktur (Strom, Wasser, Internet) neu aufbauen.

„Für den Strom brauchen wir eigene Zuleitungen, das Wasser wird mit Großtankern zur Verfügung gestellt. Weiters werden Zeltplätze zur Nächtigung geschaffen. Eine Behelfsbrücke des Bundesheeres wird aufgebaut, damit die Besucher vom Altarm zum Bewerb kommen können“, gab Josef Weber Einblick in die Planungen.

DJ Rob und Mostland-Stürmer als Highlights

Die Verpflegung von etwa 5.000 Besuchern inklusive Zillenfahrer würde nur funktionieren, da die Feuerwehrer viele verlässliche Helfer stellen könnten, unterstrich Markus Steinacher. Eine Herausforderung sei der Landesseniorenwandertag, der zwischen den Bewerben am 22. August ausgetragen wird. Hier erwarte man bis zu 2.500 Teilnehmer.

Weitere Highlights: Warm-up-Party mit DJ Rob P. (24. August), Bewerbsparty mit den Mostland-Stürmern (25. August) und die Siegerehrung mit Frühschoppen (26. August).

Über die Bewerbsstrecke referierte schließlich Hannes Neuheimer. Start und Ziel befinden sich im Hafen, für die Teilnehmer gelte es, 600 Meter aufwärts durch Hindernisse und wieder retour mit der Zille zu stangeln und zu rudern. „Bis zu acht Minuten – je nach Wasserstand – werden die Starter unterwegs sein“, erklärte Neuheimer.

Bürgermeister Hannes Pressl sprach für die umfangreiche Organisation seinen Dank aus und betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen den vier Feuerwehren perfekt funktioniere. „Wir hoffen natürlich, dass auch Gastronomie und Nahversorger profitieren werden. Letztlich ist eine Veranstaltung dieser Größenordnung immer eine perfekte Werbung für Ardagger“, so der Ortschef.