Burghofer legte Mandat zurück

Wechsel bei Bürgerliste WIR. Michael Wagner rückt in das Gremium nach.

Erstellt am 05. Dezember 2021 | 04:58
Lesezeit: 2 Min
Michael Burghofer
Michael Burghofer zieht sich nach sieben Jahren aus der Politik zurück. 
Foto: Wolf

Am 19. November hat Michael Burghofer am Gemeindeamt sein sofortiges Ausscheiden aus dem Gemeinderat bekannt gegeben. Leicht sei ihm die Entscheidung nicht gefallen, erklärt der scheidende Mandatar der Bürgerliste WIR, doch sei das siebenjährige politische Engagement ohnehin eine Station in seinem Leben gewesen, die er nie geplant habe.

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Michael Wagner zieht in den Gemeinderat und den Vorstand ein.
Foto: privat

„Eingestiegen bin ich in einer politisch turbulenten Zeit, und es gab damals gute Grüne dafür, sich mit einer Bürgerliste einzubringen und die gemeindepolitischen Abläufe kritisch zu hinterfragen und auf neue Beine zu stellen“, schreibt Burghofer in einem Statement zu seinem Rückzug. Als Sternstunde der parteiübergreifenden konstruktiven Zusammenarbeit nennt er die Sanierung und Neugestaltung des Freibades und hebt auch die Gründung des Kulturvereines „361 Grad“, für die er sich auch engagiert hat, als Meilenstein für Aschbach hervor. „Unser Ziel war, ist und bleibt, Aschbach von einem Ort, in dem es praktisch ist zu wohnen, zu einem Ort, in dem es guttut zu leben, zu entwickeln“, sagt Burghofer.

Nach der letzten Wahl habe sich bei ihm – sicher auch aufgrund der neuen Mandatsverteilung – eine gewisse Unzufriedenheit eingestellt, vor allem in Bezug auf Projektabläufe und Ergebnisse. „Aber auch die Art und Weise, wie miteinander umgegangen und übereinander gesprochen wird, hat sich verändert. Für mich persönlich heißt das, dass das Gleichgewicht an Input und Outcome für mich nicht mehr stimmt und darum ziehe ich nun die Konsequenzen“, erklärt Burghofer.

Markus Krenn geht aus dem Vorstand

Sein Abgang ist aber nicht die einzige Veränderung bei der Bürgerliste. Markus Krenn, bisher im Vorstand und Vorsitzender des Raumordnungsausschusses, übergibt diese Agenden an Michael Wagner, der neu in den Gemeinderat einzieht, aber auch schon in der letzten Periode darin vertreten war. Auch Krenn gibt als Begründung für seinen Rückzug aus dem Vorstand „ein Missverhältnis zwischen Input und Output und nicht zufriedenstellende Prozessabläufe“ an.

Aus Sicht von Bürgermeister Martin Schlöglhofer war die Zusammenarbeit mit Burghofer und Krenn in den letzten sieben Jahren „konstruktiv und wertschätzend. Natürlich muss eine Oppositionspartei auch ein wenig angriffig sein, aber wir konnten uns immer in die Augen schauen. Krenn und Burghofer waren in ihren Bereichen auch wichtige Impulsgeber“, sagt der Ortschef. Es sei nicht wichtig, woher eine Idee komme, sondern nur, ob sie sich dazu eigne, Aschbach weiterzubringen. „Denn es sollten immer die Menschen im Mittelpunkt stehen, sonst ist man politisch zum Scheitern verurteilt. Das gilt auch für die Bundesebene“, sagt Schlöglhofer.

Er will auch mit Michael Wagner die politische Zusammenarbeit fortführen und einen wertschätzenden Umgang pflegen.