Lebenshilfe: „Die Stimmung ist gut“

Trotz Corona sind die Werkstätten in Aschbach offen. Interne und externe Klienten wurden getrennt.

Erstellt am 05. Dezember 2020 | 03:30
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Trotz Corona wird in der Lebenshilfe-Werkstatt in Aschbach fleißig gearbeitet: Konzentriert gehen Chavat Mario (links) und Rudi Wurzer (rechts) ihren Tätigkeiten in der Buchbinderei der Werkstatt nach.
Foto: Nina Brandstetter

Bei der Lebenshilfe hat man natürlich auch auf die Bedrohung durch das Coronavirus reagiert. Im Wohnhaus gelten eine ständige Mund-Nasen-Schutzplicht und Abstandhalten, außerdem wird regelmäßig gelüftet. Auch die Mittagssituation wurde verändert.

„Die Tische wurden auseinandergeschoben und einige hinzugefügt. Es darf sich immer nur eine begrenzte Anzahl an Klienten bzw. Heimbewohnern im Speisesaal befinden. Ähnlich ist die Situation in der Werkstatt. Auch dort gelten die Hygienemaßnahmen. „Interne und externe Klienten wurden getrennt, sodass trotzdem alle einen Zugang zur Werkstatt haben, sich aber gegenseitig nicht anstecken können“, sagt die Werkstätten-Leiterin Marion Jaksch.

Das Betreuerteam denkt trotz aller Auflagen positiv und hat die Corona-Maßnahmen rasch und problemlos umgesetzt. „Anfänglich waren natürlich bei Klienten Ängste da, sich anzustecken. Manche bleiben deshalb derzeit auch zu Hause. Bei allen, die in der Werkstatt sind, ist die Stimmung aber sehr gut“, betont die Einrichtungsleiterin der Lebenshilfe Aschbach Silke Kargl.

Weihnachtskekse schon gebacken

Es würden regelmäßig und je nach Bedarf Gespräche über die aktuelle Situation geführt. Das Verständnis sei da, vor allem weil die Situation vom Frühjahr schon bekannt sei. „Wir versuchen, den Alltag gut und individuell zu gestalten“, fährt Kargl fort. So wurden schon die ersten Weihnachtskekse in Kleingruppen gebacken, was große Freude bei den Heimbewohnern hervorrief.

Der traditionelle Adventmarkt wurde vor einem Monat intern abgesagt. Grobe Planungen hatten begonnen, Werbung gab es keine. „Die Klienten haben einerseits enttäuscht reagiert, da dieser Markt ein Jahreshighlight darstellt, andererseits waren sie froh, da die Auflagen schwer durchzuführen gewesen wären“, sagt David Habichler, Regionalleiter des Mostviertels. Die entgangenen Einnahmen könne man nicht kompensieren. „Mit dem Land NÖ haben wir aber einen verlässlichen Partner, mit dem wir gemeinsam durch diese herausfordernde Zeit gehen.“

Die Lebenshilfe Aschbach freute sich umso mehr über den Adventkranzverkauf, der per Abholung in der Werkstätte organisiert wurde.