Wasserversorgung: Zweimal Leck in Leitung. Aschbach musste an zwei Wochenenden auf Notversorgung von Amstetten umschalten.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 18. Dezember 2020 (15:04)
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Zwei Mal kam es in Böhlerwerk in der Versorgungsleitung des Wasserverbunds Ybbstal zu einem Rohrbruch.
privat

Erst im Sommer hat die Gemeinde eine Übergabestelle in Betrieb genommen, die eine Notwasserversorgung aus dem Netz der Amstettner Stadtwerke sichert. Jetzt hat sich diese Investition bezahlt gemacht. „Wir bekommen unser Wasser ja eigentlich aus Waidhofen. An den ersten beiden Adventwochenenden kam es jeweils am Samstag in Böhlerwerk zu einem Leitungsbruch, der erst am Montag repariert werden konnte. Ohne Wasser aus Amstetten hätten wir bei der Versorgung unserer Haushalte Probleme bekommen“, sagt Bürgermeister Martin Schlöglhofer. So gelang es beide Male, ohne Einschränkungen über das Wochenende zu kommen und auch die Versorgung der Berglandmilch sicherzustellen.

Rohrbrüche können zum Glück inzwischen schnell lokalisiert werden, weil die Leitungen des Wasserverbunds Ybbstal und auch das Netz der Abnehmergemeinden fernüberwacht werden. „Wir haben schnell festgestellt, dass der Pegel im Hochbehälter Kreuzberg abfällt und aus Waidhofen kein Wasser mehr kommt. Daher haben wir die Notversorgung aus Amstetten aufgedreht. Die Entnahme ist mit fünf Sekundenliter limitiert, aber das reicht im Winter für die Versorgung der Bevölkerung aus“, sagt Schlöglhofer. Die Gemeinde hat in den letzten Jahren ihr Wassernetz insgesamt ertüchtigt. „Bei der Sanierung der Ortswasserleitung vom Unteren Markt bis zum Billa-Kreisverkehr haben wir Schwachstellen beseitigt. Und da wir nicht mehr nur eine Leitung von der Übergabestelle in Göstling Richtung Markt haben, sondern mehrere, brauchen wir das Wasser auch nicht mehr mit so viel Druck durch die Rohre schicken. Das vermindert auch die Gefahr eines Bruchs.“, sagt der Ortschef.