Erstellt am 10. August 2015, 10:53

von Heribert Hudler

Zwei Bronzene bei Olympia. Die Aschbacherin Helga Edlinger hat bei den Special Olympics World Summer Games in Los Angeles ihr gestecktes Traumziel erreicht. Die Freude darüber ist riesig.

Großer Empfang in der Lebenshilfe Werkstätte in Aschbach für die zweifache Paraolympics Bronzemedaillengewinnerin Helga Edlinger durch die Belegschaft mit Leiterin Claudia Reischl und Bürgermeister Martin Schlögelhofer. Mit dabei die Eltern Leopold und Hilde Edlinger und Freund Adi Tauschek.  |  NOEN, Heribert Hudler

Es war ein würdiger Empfang, den Familie, Nachbarn, Freunde und die Belegschaft der Lebenshilfe Werkstätte Aschbach ihrer Paraolympia-Teilnehmerin Helga Edlinger beim nachhause Kommen aus Los Angeles bereiteten.

Schon 2008 Gold und Silber eingeheimst

Die sportliche junge Dame gewann bei den Special Olympics World Summer Games in Los Angeles in der USA zwei Bronzemedaillen im Schwimmen.

Beim 25 Meter Rückenschwimmen musste sie sich nur Porras Zahira aus Costa Rica und Tanja Vasic aus Serbien geschlagen geben. Beim Freestyleschwimmen dasselbe: Maria Manrique aus Peru und Zorana Mitrovic aus Bosnien waren vor Helga.

Das sind aber nicht alle Medaillen, die Helga Edlinger bereits eingeheimst hat. Schon 2008 holte sie sich bei den Special National Winter Games in Innsbruck eine Gold- und eine Bronzemedaille im Schifahren.

Die Eltern Hilde und Leopold Edlinger sind natürlich überglücklich, dass Tochter Helga schon so viele Erfolge erzielen konnte. Die junge Dame wurde 1990 mit der Diagnose „Trisomie 21“ geboren.

Junge Dame mit sehr viel Selbstvertrauen

„Trisomie 21“ ist ein bei Menschen vorkommendes Syndrom, bei dem aufgrund einer Genommutation das ganze 21. Chromosom oder Teile davon dreifach vorhanden sind (Trisomie).

Helga ist heute 25 Jahre alt und eine junge Dame, die sehr viel Selbstvertrauen hat und ein eigenständiges Leben führt. Sie wohnt noch im Wohnheim der Lebenshilfe Aschbach und wird im Herbst in ein Wohnhaus mit betreuten Wohneinheiten mit ihrem Freund Adi Tauschek einziehen.

Die Eltern sind stolz, dass Helga sich so gut entwickelt hat. „Es war ein langer Weg mit vielen Therapien, um Helga in diese Selbstständigkeit zu begleiten“, sagten Hilde und Leopold Edlinger.