Mostviertler Monteure warten in Kolumbien auf Rückflug. Seit 2. März sind zwei Mitarbeiter eines großen Unternehmens aus dem Bezirk auf Montage auf einer Baustelle in Kolumbien. Am Donnerstag werden sie von der Firma heim geholt. Auch in Südamerika beginnt der Corona-Virus sich auszubreiten.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 18. März 2020 (15:21)
Die beiden Mostviertler Monteure warten in Kolumbien auf ihren Heimflug. Es geht ihnen gut, sie freuen sich aber, wenn es nach Hause geht. Am Donnerstag werden sie in eine Lufthansa-Maschine steigen.
privat

Die beiden Männer aus dem Bezirk halten sich derzeit in Barranquilla auf, einer Stadt mit etwa 1,2 Millionen Einwohnern im Norden Kolumbiens an der Karibikküste. Dass der Coronavirus sich weltweit auszubreiten beginnt, war schon bei ihrer Einreise bekannt. "Es wurde damals am Flughafen bereits unsere Körpertemperatur gemessen und wir wurden auch gefragt, ob wir uns kürzlich in einem der Krisengebiete - das waren da noch China und Italien - aufgehalten haben", berichtet einer der beiden Monteure.

In Kolumbien gibt es derzeit "nur" 65 bestätigte Coronafälle, die Regierung hat dennoch heute den Notstand erklärt. Personen, älter als 70 Jahre, müssen zuhause bleiben. Die Schulen wurden schon am Montag geschlossen. 

Arbeiten dürfen die beiden Mostviertler noch: "In der Firma wurden aber Seifenspender und Desinfektionsmittel aufgestellt. Es wird auf Hygiene hingewiesen. Beim Reingehen wird auch die Temperatur gemessen. Im Hotel wurden ebenfalls schon Desinfektionsmittelspender montiert." 

Froh über Heimreise

Ihnen selbst geht es trotz der angespannten Lage ganz gut, berichten die  Mostviertler, sie können sich nach Dienstschluss auch noch frei in der Stadt bewegen. Eine Ausgangssperre am Abend und eine Schließung der Restaurants steht aber schon im Raum. Die beiden Männer sind daher auch froh, dass sie bald die Heimreise antreten können. Morgen, Donnerstag, wird es soweit sein. "Das organisiert die Firma. Wir werden mit einer Maschine der Lufthansa fliegen. Wir sind schon froh, bald wieder in Österreich zu sein."

Ob sie Zuhause in Quarantäne müssen, wissen sie derzeit noch nicht. "Ich werde aber vorsichtshalber sicher eine Zeit lang daheim bleiben", sagt einer der beiden Mostviertler.