Auf der Suche nach dem schönsten Vierkanter. KLEINODE / Höfe prägen die Mostviertler Landschaft wie die Birnbäume. Nun können sich die Inhaber einem Wettbewerb stellen.

Erstellt am 11. Juli 2011 (10:14)
Freuen sich auf zahlreiche Einsendungen beim Vierkanter-Wettbewerb: Elisabeth Baumgartner, Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer, Professor Heimo Cerny und Moststraßengeschäftsführer Christian Haber hauer.HUDLER
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VON HERIBERT HUDLER

BEZIRK AMSTETTEN /  Seit zwei Jahren widmet sich der Tourismusverein Moststraße im Rahmen eines Leaderprojekts intensiv den zahlreichen Vierkantern in der Region. Unter der Federführung von Professor Heimo Cerny wurden die Höfe in allen 30 Moststraßen-Gemeinden katalogisiert und fotografiert.

Derzeit haben wir insgesamt 3052 Vierkanter erfasst. Sie sind das kulturhistorische Gestaltungselement, das unsere Region ebenso prägt wie die Birnbäume, sagt Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer.

Errichtet wurden die meisten Vierkanter gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Damals kamen - nicht zuletzt durch den Bau der Westbahn - viele italienische Bauarbeiter in die Region. Ziel des Leaderprojektes ist es, den Vierkantern den Stellenwert zu geben, der ihnen gebührt - aber auch verschiedene Nutzungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Längst nicht mehr jeder Hof wird landwirtschaftlich genutzt. Vierkanter beherbergen heute Seniorenheime, dienen als Seminarhöfe ebenso wie als Betriebsstandorte.

Das Juwel Vierkanter stellt  sich einem Wettbewerb

Im heurigen Jahr startete die Moststraße den Wettbewerb Innovativster Vierkanter. Es werden dabei in verschiedenen Kategorien - von der Fassade über die Innenbereichgestaltung bis zur innovativsten Nutzung - Preise vergeben.

Das Mostviertel arbeitet bei diesem Leaderprojekt mit den oberösterreichischen Leader-Regionen Linz-Land und Traunviertler Alpenvorland zusammen. Für das Jahr 2012 ist ein gemeinsamer länderübergreifender Vierkanter-Kongress geplant.

Der Vierkanter ist ein Stück Geschichte unserer Regionen, ihrer Bewohner und unseres Lebens - er verbindet Regionen und vor allem ihre Menschen! Setzen wir uns daher gemeinsam dafür ein, dass auch die nächsten Generationen diese Juwele schätzen, bewohnen und bewirtschaften können, sagt Hinterholzer.

Übrigens, der Vierkanter Gottes - das Stift Seitenstetten - feiert 2012 900 Jahre. Unter dem Namen Leben im Vierkanthof beziehungsweise Wo Bauern und Mönche beten und arbeiten - findet im Benediktinerstift Seitenstetten (NÖ) und im Sumerauerhof St. Florian (OÖ) ein grenzüberschreitender Ausstellungsreigen von Mai bis Oktober 2012 statt.