Panoramahöhenweg: Falschparken kommt Wanderern teuer. Bei Nebel „fliehen“ viele Richtung Panoramahöhenweg– und kehren oft mit einer 400-Euro-Strafe zurück. Auch ein St. Georgner Familienvater war vor Kurzem betroffen.

Von Peter Führer und Christian Eplinger. Erstellt am 30. Dezember 2020 (04:02)
Im gesamten Kreuzungsbereich und auf der Höhenstraße (rechts im Hintergrund) herrscht absolutes Halte- und Parkverbot. Bei Missachtung droht eine Besitzstörungsklage vom Eigentümer. Die Gemeinde Randegg ist bemüht mit Hinweisschildern die Ausflügler auf die Situation aufmerksam zu machen. Aber es gelingt nicht immer.
Eplinger

Der 8. November war so ein Tag. Im Tal setzte sich der Nebel fest. In Höhenlagen schien die Sonne. Also flüchteten viele zu Ausflugszielen über der Nebelgrenze. So auch ein Familienvater aus St. Georgen/Y., der mit seiner Familie eine Wanderung am Panoramahöhenweg unternahm. Sein Auto parkte er im Bereich des Panoramastüberls, allerdings nicht auf den dort vorgesehenen Parkplätzen, sondern direkt am Straßenbankett – so wie viele andere Wanderer auch. Denn die Parkplätze waren allesamt schon besetzt.

Vier Wochen später flatterte eine Besitzstörungsklage vom Grundbesitzer ins Haus. Mit der Forderung einer 400-Euro-Zahlung. Die Summe reduzierte sich nach Anwaltsintervention zwar, aber 255 Euro muss der Vater immer noch bezahlen. Ein teurer Ausflug – und das, obwohl das Panoramastüberl gar nicht offen hatte und es damit eigentlich gar keine Möglichkeit gegeben hätte, Geld auszugeben.

„Uns sind da die Hände gebunden. Die Asphaltkante ist Grundstückskante. Sobald man mit einem Rad auf dem Bankett steht, macht man sich strafbar. Wir können nur immer darauf hinweisen, dass in diesem Bereich Halten und Parken verboten ist“, erklärt Randeggs VP-Bürgermeisterin Claudia Fuchsluger.

„Uns sind da die Hände gebunden. Die Asphaltkante ist Grundstückskante"

Die Gemeinde hat nun neue Park- und Halteverbotsschilder aufgestellt und mit leuchtender gelber Signalplatte hinterlegt. Zudem sind Bodenmarkierungen angebracht und es wird bei jeder Gelegenheit informiert. „Aber natürlich kommen an solchen Tagen mit schönem Ausflugswetter viele Ausflügler aus der gesamten Region und darüber hinaus. Der Grundbesitzer weiß das ganz genau, liegt auf der Lauer, fotografiert und erstattet bei der Bezirkshauptmannschaft Anzeige. Er ist im Recht, dagegen kann keiner etwas machen“, schildert Fuchsluger das seit Jahren bestehende Dilemma.