Streit um Kind in Amstetten eskalierte

Erstellt am 25. Januar 2022 | 08:53
Lesezeit: 2 Min
Nach zweitägiger Verhandlung erfolgte der Freispruch
 
Foto: APA (Archiv)
Mann soll seine Ex-Freundin und ihre Bekannten geschlagen haben. Zeugen widerriefen ihre Aussagen: Verhandlung vertagt.
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Laut den Zeugenaussagen sollen sich im September 2021 wilde Szenen zwischen den Eltern eines einjährigen Kindes in einer Stadtwohnung abgespielt haben. Nun sah sich das ehemalige Paar vor Gericht wieder, da sich die Mutter wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung und der Vater wegen Körperverletzung, Nötigung sowie gefährlicher Drohung verantworten mussten.

Nachdem eine 22-jährige Mutter gemeinsam mit einer Freundin das Kind von ihrem Ex holen wollte, soll dieser sie nach heftigen Streitereien getreten, an den Haaren gezogen und gegen die Wand geschlagen haben. Diese soll wiederum das Kind genommen und bei der Flucht aus der Wohnung den Bruder des 27-jährigen Angeklagten im Gesicht gekratzt haben, um sich den Weg frei zu bahnen.

Danach soll der mehrmals vorbestrafte Angeklagte auch Freunde und vermeintliche neue Partner der ebenfalls vorbestraften Mutter wild zugerichtet und ihnen jeglichen Kontakt mit seiner Verflossenen verboten haben.

Die Lage vor Gericht schien zunächst klar, doch die amtsbekannten Zeugen und vermeintlichen Opfer mit Drogenvergangenheit widerriefen ihre Aussage, die sie bei er Polizei gemacht hatten.

„Ich kann mich weder an die Aussage bei der Polizei erinnern, noch, dass ich den Angeklagten überhaupt an dem Tag gesehen hätte. Ich war so auf Drogen und besoffen, da holt man sich schnell mal Verletzungen“, lauteten die Erklärungen, warum einer der Zeugen vor Gericht völlig andere Geschichten als in der Vernehmung bei der Polizei erzählte.

Diese Wende des Falles sowie eine sehr emotional aufgeladene Stimmung bei allen Anwesenden im Saal führte zu sehr hitzigen Wortgefechten zwischen der Verteidigung und dem Richter.

Weitere Zeugen sollen Licht ins Dunkel bringen

Der Richter will nun noch andere Zeugen aus dem Umfeld der Eltern anhören und vertagte die Verhandlung, die im März fortgesetzt wird. Der Vater befindet sich solange in Untersuchungshaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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