Amstetten: Johann Pölz wäre heuer 100 Jahre alt. Gleich drei ehemalige Größen der Amstettner Gemeindepolitik hätten heuer runde Geburtstage gefeiert.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. Oktober 2020 (06:53)

Johann Pölz (SPÖ): Bürgermeister und Nationalrat Johann Pölz hat in seiner Amtszeit der Stadt seinen Stempel aufgedrückt. Die Veranstaltungshalle trägt nicht umsonst seinen Namen. Pölz wurde am 16. Oktober 1920 in Waidhofen an der Ybbs geboren und war von 1965 bis 1978 Amstettner Bürgermeister. Seine vielleicht bemerkenswerteste Leistung war die Gemeindezusammenlegung im Jahr 1972, die aus Amstetten, Mauer, Ulmerfeld-Hausmening und Preinsbach das heutige Amstetten machte und Voraussetzung für einen gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung war. Zum größten Unternehmen Amstettens entwickelte sich damals die Umdasch-Industriegesellschaft. In Pölz’ Amtszeit wurden in Amstetten zahlreiche Bauvorhaben verwirklicht. Die Palette reichte vom Kindergarten Allersdorf (1967), der Volksschule in Allersdorf (1971), über die Diplomkrankenpflegeschule (1971), das Hallenbad (1974), die Hauptschule Mauer (1975), die Feuerwehrzentrale (1976) bis hin zum Ärztecenter (1977). Unter Bürgermeister Johann Pölz wurden aber auch wichtige soziale Einrichtungen geschaffen. 1976 wurde die Aktion „Essen auf Rädern“ aus der Taufe gehoben, 1978 die Heimhilfe geschaffen. Johann Pölz starb am 7. Februar 1978.

Sepp Schmid (ÖVP): Er war von 1955 bis 1965 Amstettner Bürgermeister. Geboren wurde er am 15. Oktober 1900 und hätte somit kürzlich seinen 120. Geburtstag gefeiert. Schmid hat in der „Wiederaufbauzeit“ die Geschicke der Stadt gelenkt. Unter ihm begann ein langsamer Aufschwung. Auch in seiner Ägide wurden wichtige Bauvorhaben verwirklicht. Der Kindergarten Schulstraße (1955), die Tierzuchthalle (1962), das Bezirksaltersheim (1964) und das Bundesgymnasium (1965). Er starb am 11. Mai 1981.

Heinrich Gollonitsch (SPÖ): Er war Vizebürgermeister und Weggefährte von Johann Pölz. Geboren wurde er am 10. Oktober 1920. Er gehörte von 1950 bis 1985 dem Gemeinderat an, war Fraktionsführer der SPÖ, viele Jahre Stadtrat und schließlich dritter Vizebürgermeister. Von 1975 bis 1980 leitete er den Finanzausschuss. Von 1975 bis 1981 war er Leiter des Personalamtes. Gollonitsch war maßgeblich am erfolgreichen Kampf um die Erhaltung des Amstettner E-Werkes für die Stadt beteiligt. Er starb am 15. Jänner 2005.