Über 30 Millionen: Land investiert stark in Mauer. 16,3 Millionen fließen in Pflege- und Betreuungszentrum, 16,8 Millionen in geplanten Bildungscampus am Klinikum Mauer.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 03. Januar 2018 (04:46)
Freuen sich über die Investitionen am Areal des Landesklinikums (von links): der stellvertretende Pflegedirektor Johann Schoder, die ärztliche Leiterin des Landesklinikums, Primaria Ingrid Leuteritz, Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, die Direktorin des Pflege- und Betreuungszentrums Mauer, Renate Lokway und der kaufmännische Direktor des Landesklinikums, Robert Danner.
privat

Die Planung für den Ausbau des Pflege- und Betreuungszentrums auf dem Areal des Landesklinikums Mauer läuft bereits, kurz vor Weihnachten hat der Landtag nun auch die Gelder genehmigt.

„Voraussichtlich wird schon Mitte 2018 mit der Errichtung des neuen Pavillons begonnen, 2020 wird er den Betrieb aufnehmen. Das Gebäude wird in fünf Wohngruppen Platz für 40 Patienten bieten“, berichtet VP-Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer.

Tagesbetreuungseinrichtung und Freizeitraum kommen

Die Einrichtung in Mauer nimmt in NÖ eine besondere Stellung ein, denn dort werden Bewohner mit einem sehr hohen Pflegeaufwand aufgrund von körperlichen und geistigen Behinderungen oft über sehr viele Jahr hinweg betreut.

Die Bettenanzahl des Pflege- und Betreuungszentrums wird sich durch den neuen Pavillon von 183 auf 223 erhöhen. Geplant ist außerdem die Sanierung des historischen Pavillons 19. Darin werden eine Tagesbetreuungseinrichtung, ein kleines Caféhaus und ein Bewegungs- und Freizeitraum untergebracht.

Insgesamt investiert das Land 16,25 Millionen Euro in die beiden Projekte.

Weitere 16,8 Millionen werden, wie die NÖN bereits berichtete (siehe weiter unten), für den Neubau einer Gesundheits- und Krankenpflegeschule aufgewendet. In vier historischen Pavillons soll ein gemeinsamer Campus entstehen, in dem ab 2021 175 Pflegeschüler unterrichtet werden.

„Die Ausbildung in Gesundheitsberufe gewinnt immer mehr an Bedeutung, da die Nachfrage aufgrund der demografischen Entwicklung ständig ansteigt. Durch den neu entstehenden Bildungscampus werden optimale Rahmenbedingungen für angehende Gesundheits- und Krankenpfleger und Pflegerinnen geschaffen und zudem wird historisch wertvolle Bausubstanz erhalten“, sagt Hinterholzer.

Der Neubau wurde aufgrund der Sanierungsbedürftigkeit des Gebäudes in Amstetten notwendig. Außerdem ist der Platz dort beengt, weil seit der Schließung der Schule in Scheibbs im Jahr 2016 auch deren Schüler in Amstetten unterrichtet werden.