Containerdorf in Mauer ist bald zu. Derzeit befinden sich noch etwa 40 Personen im provisorischen Flüchtlingsquartier in Mauer. Bis Ende November soll auch der letzte ausgezogen sein.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 11. September 2017 (11:30)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Das Containerdorf in Mauer: Die Zahl der Bewohner nimmt ab. Ende November dürfte es endgültig geschlossen werden.
Kovacs

Das Containerdorf wird mit Ende November geschlossen. Dies bestätigt Kitti Kiss, Bereichsleiterin für Asylquartiere bei der Firma SLC-Europe.

„Derzeit sind noch etwa 40 Personen dort untergebracht, ihre Zahl hat sich aber in den letzten Wochen durch natürlichen Abgang ständig reduziert. Manche sind in feste Quartiere oder in private Wohnungen übersiedelt, es gab aber auch Abschiebungen.“

Container werden auch nach Auszug stehen bleiben

Der Großteil der Asylwerber im Quartier wartet noch auf den Abschluss des Asylverfahrens. Einige haben aber auch den Status subsidiär Schutzberechtigter (wenn der Asylantrag zwar abgewiesen wurde, aber ihr Leben oder ihre Gesundheit im Herkunftsland bedroht wird).

Von den Nationalitäten her handelt es sich hauptsächlich um Afghanen, Somalier und auch Iraner. Familien mit schulpflichtigen Kindern sind nicht mehr vor Ort. „Sie wurden noch vor Schulbeginn an Standorte mit festen Quartieren gebracht, wo die Kinder auch eine Schule besuchen können“, berichtet Kiss.

Die Container selbst werden auch nach Auszug des letzten Flüchtlings stehen bleiben. Die Genehmigung dafür läuft ja bis zum Herbst 2018. Es dürfte derzeit unklar sein, was nun mit den vielen Containern im ganzen Land geschehen soll. „Wir haben sie ja nur gemietet. Ob sie jetzt eigentlich dem Bund gehören oder dem Land, darüber gibt es derzeit eine Diskussion“, sagt Kiss.