Grafikzyklus von Arik Brauer in St. Peter

Erstellt am 08. April 2022 | 04:30
Lesezeit: 2 Min
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Jochen Beranek in seiner Cafégalerie mit Arik Brauers Bilderwelten.
Foto: Kogler
Cafégalerie Beranek zeigt einen Grafikzyklus von Arik Brauer.
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Arik Brauer, der voriges Jahr hochbetagt starb, war ein schillernder Grafiker und Maler, ein Sänger und Tänzer sowie Umwelt- und Friedensaktivist. Er gehörte zu der äußerst bekannten Künstlergruppe der „Phantastischen Realisten“, die in den Fünfziger- und Sechziger-Jahren für Furore sorgte. Die Bildwelt von Arik Brauer ist geprägt von den kaum darstellbaren schrecklichen Kriegserlebnissen und der Auseinandersetzung mit dem Alten Testament sowie der Mythologie. Seine besondere Maltechnik in vielen Malschichten verrät die Orientierung an den alten Meistern wie Hieronymus Bosch und Albrecht Altdorfer. Auch die Philosophie des Existenzialismus und die jüdische Geschichte sind in seinen Werkzyklen präsent. Seine Fantasie wurde beflügelt von der Mondlandung und immer wieder gibt es Visionen der Apokalypse zu entdecken.

Aber der sich selbst als grenzloser Optimist bezeichnende Arik Brauer traute der Welt eine Veränderung hin zum Guten zu. In seinen Bildern entdeckt man sowohl seine Protesthaltung als auch seine humanistische Gesinnung. Der präsentierte Grafikzyklus zeigt aufschlussreich seine furiose Fantasiewelt und lässt seinen Schaffensprozess nachvollziehen.

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