Neuer ÖBB-Fahrplan sorgt für Unmut in Amstetten. Für ÖBB-Passagiere der Rudolfsbahn wird der Anschluss nach Wien und Linz erschwert.

Von Peter Führer. Erstellt am 10. Oktober 2017 (04:19)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
ÖBB/Eisenberger

Ab 11. Dezember gilt der neue Zugfahrplan. Und der bringt für Amstetten einige Veränderungen. Ein Trassenkoordinierungsverfahren entschied, dass die Westbahn ihr Zugkontingent verdoppeln und im halbstündigen Takt Amstetten anfahren darf.

Das wird für ÖBB-Passagiere den Umstieg von der Rudolfsbahn in Richtung Wien oder Linz erschweren. Künftig fahren die Railjets zehn Minuten versetzt ab. Um für die Passagiere der Rudolfsbahn dennoch den Anschluss zu ermöglichen, wird der Halt am Bahnhof Bruckbach aufgelassen.

Schulterschluss der Region gefordert

„Dass man dadurch eine schwache Entscheidung bei der Trassenvergabe kompensiert, ist absurd. Der Taktknoten wäre auch eine Möglichkeit gewesen, Busse aus den umliegenden Gemeinden mit wenig Standzeiten auf die Züge abzustimmen“, ärgert sich David Rechberger von den jungen Grünen.

Der Wegfall des Taktknotens sei gerade für Amstetten ein Problem, denn die Zufahrtsstraßen und Parkhäuser seien schon jetzt völlig überfüllt. „Aber auch die Umlandgemeinden, gerade entlang der Rudolfsbahn, sollten sich für ihre Pendler stark machen “, sagt Rechberger.

Die Amstettner Grünen wollen den Taktknoten auf alle Fälle erhalten: „Nach Auskunft der ÖBB wäre das aber nur möglich, wenn auch andere Haltestellen an der Rudolfsbahn aufgelassen werden würden.

„Ein kleiner Erfolg ist zumindest, dass viele Pendler nun die Möglichkeit haben, dreimal in der Stunde Richtung Salzburg oder Wien zu reisen. Um es noch einfacher zu machen müsste die Westbahn GmbH endlich in den VOR-Verband aufgenommen werden. Dann würden ÖBB-Zeitfahrkarten auch dort gelten“, sagt Gemeinderätin Sarah Huber.

ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif betont, dass man mit der Situation nicht glücklich sei. „Uns wäre es am liebsten gewesen, es wäre alles beim alten geblieben. Es gibt aber noch Gespräche in den nächsten Wochen, vielleicht kommt es ja noch zu Veränderungen.“