Neue „Stereo Bullets“-Single: „Es ist noch gewagter“. Die „Stereo Bullets“ aus dem Bezirk Amstetten im Gespräch über die neue Single „Goosebumps“ und die Weiterentwicklung ihres Sounds.

Von Peter Führer. Erstellt am 01. Mai 2021 (05:14)
Die „Stereo Bullets“ Lukas Kloibhofer, Andreas Weissensteiner, Dominic Mayerhofer und Klaus Gerstner (von links) veröffentlichen ihre neue Single: „Goosebumps“.
Daniela
Hader, Daniela
Hader

NÖN: Worum geht’s bei „Goosebumps“?

Andreas Weissensteiner: Der Text beschreibt das besondere Gefühl, eine Gänsehaut zu bekommen. Manche Menschen bekommen dieses Gefühl bei Berührungen, bei Kälte, bei bewegenden Filmszenen oder beim Hören eines besonderen Musikstückes. Das Video zum Lied, das am 30. April veröffentlicht werden wird, illustriert im sterilen Labor-Setting die beispiellose Gier des Menschen, alles erforschen zu wollen und perfekte Lösungen zu finden. Durch anfänglich eher negative Reize wird versucht, ein Mittel zur Entstehung von Gänsehaut zu finden ohne Rücksicht auf Verluste oder Versuchsethik. Humorvoll, aber kritisch.

Wie entwickelt sich euer Sound weiter?

Lukas Kloibhofer: Nach unserer letzten Single „King and Queen“, die sich stilistisch schon deutlich von unseren drei bisherigen Studioalben abhob, muss ich sagen: „Goosebumps“ setzt nochmal eins drauf! Es ist noch gewagter und, im Vergleich zu früheren Rocksongs der Stereo Bullets, sehr radiotauglich – und das gewollt.

Wie wurde der Song — gerade in Corona-Zeiten — aufgenommen?

Andreas Weissensteiner: Wir nutzten geschickt die Perioden aus, in denen das gemeinsame Aufnehmen erlaubt war, und einigten uns darauf, dass dabei jeder negativ getestet sein muss und die Maßnahmen eingehalten werden. Nichtsdestotrotz erschwert die Pandemie natürlich die Fertigstellung eines Liedes. Der Prozess von „Goosebumps“ sah ungefähr so aus: Ich nahm in meinem Home-Studio die ersten instrumentalen und lyrischen Grundideen auf. Danach formten wir daraus zu viert im Graveyard Studio Amstetten ein Lied, in dem jeder seinen Input hinzufügte. Der letzte und wichtigste Schritt passierte in Thal bei Graz, wo wir den gesamten Song mit unserem Produzenten Patrick Freisinger von Alle Achtung („Marie“) professionell aufnahmen und den letzten Feinschliff vornahmen.

Wie geht’s euch generell in der Corona-Zeit?

Lukas Kloibhofer: Das Wichtigste ist, dass wir zum Glück alle gesund sind, weswegen es uns im Allgemeinen sicher sehr gut geht. Als Band trifft uns die Krise natürlich sehr hart. Wir hoffen, ähnlich wie im Vorjahr, auf den Sommer und ein paar Open-Air Konzerte, denn das Gefühl, gemeinsam vor Leuten aufzutreten, vermissen wir alle sehr. Das Positive an der Sache ist, dass mehr Zeit für Songwriting und das Produzieren neuer Songs bleibt. Man darf also gespannt bleiben, denn eines darf ich schon verraten: Die nächste Single lässt bestimmt nicht lange auf sich warten.