Terror: „Die Touristen auf der Straße waren in Panik“. Am Donnerstag kam es in Barcelona zu einem Terroranschlag. Aus dem Mostviertel waren einige Personen unmittelbar vor Ort und berichten von den Ereignissen.

Von Peter Führer. Erstellt am 22. August 2017 (06:06)
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Theresa Schoder und Freund Rene Sonnberger waren zur Zeit der Anschläge in Barcelona. Fotos: privat
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Am vergangenen Donnerstag kam es in Barcelona zu einem verheerenden Terroranschlag. Ein Lenker raste mit einem Kleinlaster in der bei Touristen beliebten „La Rambla“-Promenade im Zentrum Barcelonas in die Menge.

Letzte Informationen sprechen von 13 Todesopfern und 120 verletzten Personen. Auch einige Menschen aus dem Mostviertel waren zur Zeit der Anschläge vor Ort. Wie etwa die gebürtige Amstettnerin Theresa Schoder.

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Große Trauer und Bestürzung herrschten bei den Einheimi-schen undTouristen inBarcelona. Mit zahlreichenKerzen undBlumen wurde der unschuldigen Opfer gedacht.
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„Wir waren zu dieser Zeit in der Strandbar und haben den Anschlag nur am Rande mitbekommen. In den Tagen danach waren viele Geschäfte zu, auch am Abend war nichts mehr los. Außerdem hat es auch Demonstrationen von rechts und links gegeneinander gegeben.“ Die Stimmung, die in Barcelona in den Tagen nach den Anschlägen herrschte, beschreibt Schoder mit „gedrückt, aber entspannt“.

Insgesamt sei auch „irrsinnig viel Polizei in voller Bewaffnung unterwegs. Am Anschlagstag hat man uns geraten, im Appartment zu bleiben. Ansonsten ist alles in der ersten Zeit nach den Anschlägen aber relativ ruhig gewesen“, so Schoder.

„Wenn man Touristen auf der Straße gesehen hat, dann waren sie in Panik.“Coco Wasabi über die Zeit kurz nach dem Anschlag

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Künstlerin Coco Wasabi spricht von neuem Zusammenhalt in Barcelona als Folge des Anschlages.
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Von großem Polizeiandrang spricht auch Coco Wasabi. Die Künstlerin und gebürtige Neumarkterin lebt seit acht Monaten in Barcelona. „Es war wahnsinnig viel Polizei in den Straßen und auch der Hubschrauber kreiste immer wieder. Dennoch hat man das Gefühl, dass das Leben weiter geht und sich die Menschen keine Angst machen lassen wollen.“

Zur Zeit des Angriffes war auch sie am Strand. Dann schrieben ihr Freunde und fragten, ob bei ihr alles in Ordnung sei. „Plötzlich wurde es sehr unruhig. Ich denke, so um etwa 18 Uhr, als es in den sozialen Medien die Runde machte, sind viele nach Hause gegangen. Im Internet habe ich dann gelesen, dass die Terroristen geflüchtet sind und warum alles rund um die Ramblas abgesperrt werden musste. Also auch dort, wo ich wohne, wenige Straßen von der Rambla entfernt.“

Ähnlich wie Schoder schildert Wasabi die gedrückte Stimmung. Kaum Touristen seien in der ersten Zeit nach den Anschlägen auf den Straßen gewesen. „Und wenn man sie auf der Straße gesehen hat, dann waren sie in Panik.“

Wie die Menschen vor Ort mit dem Anschlag umgangen und welche Zeichen gemeinsam gegen Terror gesetzt wurden, lest ihr in der aktuellen Ausgabe der NÖN sowie im ePaper!

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