Junge Generation Amstetten: „Noch viele Hindernisse“

Erstellt am 30. September 2022 | 04:52
Lesezeit: 2 Min
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Viele Interessierte testeten unter Anleitung des Rollstuhlsportvereins Euratsfeld die zur Verfügung gestellten Rollstühle und nutzten die Chance zum Perspektivenwechsel, unter ihnen auch SPÖ-Vizebürgermeister Gerhard Riegler.
Foto: SPÖ
Junge Generation lud ein, mit Rollstuhl Amstetten zu entdecken, und sieht noch viel Handlungsbedarf.
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Kürzlich lud die Junge Generation der SPÖ am Hauptplatz zu einer Sensibilisierungs-Veranstaltung zum Thema Barrierefreiheit. Mit Unterstützung der Rollstuhlsport Union Euratsfeld und der Firma „bständig“, die Rollstühle zur Verfügung stellte, konnten Interessierte im Selbstversuch erleben, wie schwierig scheinbar einfache Wege für Rollstuhlfahrer zu absolvieren sind.

„Die Fahrten im Rollstuhl haben gezeigt, dass es in Amstetten noch große Probleme in Sachen Barrierefreiheit gibt. Wir haben erlebt, dass schon kleine Hindernisse das Fortkommen anstrengend oder sogar gefährlich machen. Gerade angesichts der Neugestaltung des Hauptplatzes und von Teilen der Innenstadt ist es uns daher wichtig, für dieses Thema Bewusstsein zu schaffen“, sagt Organisatorin Annika Blutsch.

Für Vizebürgermeister Gerhard Riegler, der selbst an der Rollstuhl-Tour teilnahm, war es „eine wirklich spannende Erfahrung, alltägliche Wege aus der Perspektive eines Rollstuhlfahrers zu erleben. Als Politiker müssen wir den Anspruch haben, alltägliche Wege auch für Menschen im Rollstuhl gefahrenfrei absolvierbar zu machen.“ Darauf müsse man bei der Hauptplatzgestaltung großes Augenmerk legen.

Einen ersten Schritt in Richtung Barrierefreiheit hat die JG bereits mit dem Projekt „Rollstuhlrampen aus Lego“ gesetzt. Sie erleichtern es Rollstuhlfahrern, Geschäfte zu besuchen.

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