Behinderte nicht zusätzlich "behindern"

Erstellt am 28. Dezember 2012 | 10:12
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Barrieren abbauen
Foto: NOEN
Im Rahmen eines Symposiums des Club NÖ. ging man am 17.12. in Stephanshart in der Gemeinde Ardagger den großen und kleinen Barrieren auf den Grund, die ein normales Leben für Behinderte tagtäglich schwer machen.
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Doris Mader, Silbermedaillengewinnerin bei den Paralympics in London und NÖ Versehrtensportlerin
des Jahres 2012, brachte es als eine von vielen ReferentInnen in bewegenden Worten auf den Punkt: „Probleme entstehen für mich nicht dadurch, dass ich behindert bin, sondern dadurch, dass ich oftmals behindert werde“.
 
Die Erkenntnis der Beratungen von Behinderten und nicht behinderten Menschen: Barrierefreiheit ist
nicht zwangsläufig mit hohen Kosten verbunden, was aber not tut, sind breite Sensibilisierung, vorausschauende Planung, Vernetzungen und Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderungen.
„Und da haben wir allein schon aus der Organisation der Tagung viel Wissen geschöpft, denn wer denkt schon daran, dass man mit einer einfachen Induktionshöranlage hörbehinderten Menschen eine große Hilfe bieten kann. Oder dass man Folien für sehbehinderte Menschen „barrierefrei“ gestalten sollte oder dass Rollstuhlfahrer vom Lichtschalter bis zum Pausenkaffee alles aus einer anderen Augenhöhe sehen.“ Fasst Mitorganisator Bgm. Hannes Pressl aus Ardagger zusammen, dessen Sozialteam die Infrastruktur für das Symposium im Moarhaus in Stephanshart „barrierefrei“ sichergestellt hat.
 
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