Amstetten: Das richtige Verhalten am Berg. Helmut Lutz gibt wertvolle Tipps für den Aufenthalt im alpinen Gelände.

Von Doris Schleifer-Höderl. Erstellt am 12. Juni 2021 (09:03)
Helmut Lutz, Leiter der Bergrettungs-Ortsstelle Amstetten
Helmut Lutz, Leiter der Bergrettungs-Ortsstelle Amstetten, betont: „Es gibt Richtlinien. Wenn man sich an diese hält, kann man Unfälle vermeiden.“
Bergrettung

Der Trend, in die Berge zu gehen, hat bereits vor Corona eingesetzt. „An und für sich begrüßenswert“, so Helmut Lutz, Leiter der Bergrettung Amstetten. „Weniger erfreulich ist, dass darunter auch Leute sind, die weniger bis gar keine Erfahrung im alpinen Gelände haben und dementsprechend nicht ausreichend Bescheid wissen, wie man sich richtig in den Bergen verhalten soll.“

Anstieg bei den Pistenskitouren

Trotz allem sei die Wintersaison im Dienstgebiet der Ortsgruppe Amstetten, der Forster- alm, ziemlich verletzungsfrei über die Bühne gegangen. „Die Skifahrer hielten sich gut an die Corona-Maßnahmen, doch war ein explosionsartiger Anstiegbei den Pistenskitourengehernzu bemerken.“

Wichtig: Ausrüstung und Wetterprognose

Viele der Sportler würden sich allerdings korrekt verhalten und seien zudem gut ausgerüstet, erklärt Helmut Lutz. „Gute Ausrüstung ist eine Voraussetzung, dennoch wird manchmal vergessen, wie wichtig die Tourenplanung inklusive Wetterprognosen ist. Wie gesagt, es ist oft der Mangel an alpiner Erfahrung, der Bergsportler in gefährliche Situationen bringt.“ #

Wo mussten die Mannen der Am

Helmut Lutz, Leiter der Bergrettungs-Ortsstelle Amstetten
Helmut Lutz, Leiter der Bergrettungs-Ortsstelle Amstetten, betont: „Es gibt Richtlinien. Wenn man sich an diese hält, kann man Unfälle vermeiden.“
Bergrettung

stettner Ortsgruppe eigentlich am meisten einschreiten? „Auf der Forsteralm hatten wir einige Einsätze, wo uns unter anderem der Rettungshubschrauber unterstützen musste. Auch gab es Einsätze im Zusammenhang mit Schneeschuhwanderern.“

Das Einsatzgebiet der Amstettener Bergretter – zurzeit 57 Mann, davon 29 im Aktivdienst und neun in Ausbildung – erstreckt sich im Sommer von der Region Amstetten über den Brand-stetterkogel bis zur Stillsteinklamm. Im Winter ist es das Skigebiet Forsteralm, aber auch die Region um den Hochkogel, der ebenfalls ein begehrtes Schneeschuh- und Skitourengebiet ist. Darüber hinaus unterstützt die Ortsgruppe Amstetten Nachbarortsstellen bei Gebietseinsätzen wie etwa in Lackenhof.

Auf Tourenplanung achten

Fakt sei, so Helmut Lutz, dass sich der Trend, in die Berge zu gehen, weiter fortsetzen wird – auch nach der Pandemie – und richtet daher einen Appell an die Gesellschaft: „Unbedingt auf eine gute Tourenplanung achten sowie die eigenen Fähigkeiten und das eigene Können objektiv einschätzen und die sieben Sicherheitstipps der Bergrettung einhalten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist für mich persönlich auch der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur.“