Bald 50 weitere Parkplätze beim Amstettner Bahnhof. Neue Abstellfächen auf Bahngelände werden allerdings zeitlich befristet sein. ÖBB arbeitet ja am Verkauf des Grundstücks.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 16. Oktober 2018 (05:55)
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Symbolbild

Die Parkplatzmisere beim Bahnhof hat in der Vorwoche auch den Verkehrsausschuss beschäftigt. „Nachdem die Kapazität des provisorischen Parkplatzes östlich des Parkhauses am Graben schon wieder nicht ausreicht, wurde beschlossen, eine weitere Fläche östlich davon für die Pendler zu adaptieren. Die ÖBB stellen den Platz zur Verfügung, und Land und Gemeinde sorgen für die Ausstattung“, berichtet die Vorsitzende, FP-Stadträtin Brigitte Kashofer.

„Auch ein Parkleitsystem steht auf der Agenda“

Auch dieser Parkplatz sei aber natürlich nur ein provisorischer, die Gemeinde werde die ÖBB daher weiter drängen, das Problem mit den unerlaubten Dauerparkern in den Parkhäusern zu lösen. „In der nächsten Ausschusssitzung werden wir uns zudem mit der Ausweitung der Betriebszeiten des City-Busses befassen, um das Parkplatzproblem zu mildern. Auch ein Parkleitsystem steht auf der Agenda“, sagt Kashofer.

SPÖ-Verkehrssprecher Bernhard Wagner hat zwar für die Erweiterung des provisorischen Parkplatzes gestimmt, glücklich ist er aber nicht damit. „Es kann nicht sein, dass wir zum Parkplatz des Mostviertels werden. Da müssen auch die Umlandgemeinden mitarbeiten, indem sie zum Beispiel Pendlerbusse organisieren. Das kann nicht alles finanziell und logistisch an Amstetten hängen bleiben.“

„Wir brauchen dringend exakte Erhebungen“

ÖVP-Mobilitätsbeauftragter Markus Brandstetter weiß auch, dass die provisorischen Parkplätze keine dauerhafte Lösung sind. „Denn sobald sich ein Investor findet, der auf der Fläche ein Projekt umsetzen will, müssen wir die neue und die schon derzeit genützte Fläche räumen. Dann haben wir insgesamt 200 Autofahrer, die wieder nicht wissen, wo sie ihren Wagen abstellen sollen.“

Brandstetter drängt einmal mehr auf genaue Erhebungen in den Parkhäusern: Wie viele Autos einfahren, wie lange sie stehen bleiben etc. „Ich bemühe mich, da einen Partner zu finden, der das geeignete Instrumentarium dafür hat.“ Außerdem forciert der ÖVP-Mandatar die Einführung eines elektronischen Parkleitsystems in der Stadt.

Auch für Grün-Mandatarin Sarah Huber ist die Erweiterung des Parkplatzes nicht sinnvoll. „Ich habe dennoch zugestimmt, weil wir uns eine kurzfristige Entspannung erhoffen. Außerdem stellen die Leute ihre Autos jetzt auch schon hin. Künftig kann man wenigstens kontrollieren, wer den Parkplatz nutzt. Offenbar stehen dort auch die Fahrzeuge vieler Mitarbeiter des Krankenhauses. Für diese Dauerparker ist er aber eigentlich nicht gedacht.“

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