200.000 für die Amstettner Jugend. Gemeinde will in den nächsten zweieinhalb Jahren viel Geld in die Sanierung und Erweiterung der Jugendfreizeitstätten stecken. Darüber waren sich alle Parteien einig.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 23. Juni 2021 (05:37)
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Die Amstettner Fraktionen demonstrierten eine eher ungewohnte Einigkeit: Gemeinderätin Sarah Huber (Grüne), Vizebürgermeister Gerhard Riegler (SPÖ), Stadträtin Elisabeth Asanger (SPÖ), Gemeinderat Christopher Hager (NEOS), Bürgermeister Christoph Haberhauer (ÖVP), Gemeinderat Harald Wiesauer (FPÖ), Jugendgemeinderätin Michaela Lampersberger (ÖVP) und Vizebürgermeister Markus Brandstetter (ÖVP.)
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Die Freizeiteinrichtungen in Amstetten und in den Ortsteilen sind in die Jahre gekommen, und oft finden Kinder und Jugendliche überhaupt keine adäquaten Möglichkeiten vor. Daher stellte die SPÖ im Gemeinderat einen Antrag, 240.000 Euro für die Sanierung von Funcourts und den Neubau von Skateparks und weiteren Freizeitplätzen zur Verfügung zu stellen.

Funcourt ist wichtig für Jugend

Vor allem Mauers Ortsvorsteher Manuel Scherscher hatte dafür offene Ohren. „Denn wir haben kürzlich den Funcourt bei der neuen Mittelschule Mauer renoviert. Wie wichtig er für die Jugendlichen ist, ist mir erst bewusst geworden, als er abgesperrt war“, bekannte der ÖVP-Politiker. Zudem trat die Skaterszene an ihn und auch an SPÖ-Stadtrat Helfried Blutsch heran und bat, den Skaterplatz in Mauer wieder zu reaktivieren. Jener beim Jugendzentrum Atoll sei inzwischen nämlich überlastet.

Nach einer Sitzungsunterbrechung und Beratungen der Fraktionen wurde im Gemeinderat schließlich ein überfraktioneller Grundsatzbeschluss zur Errichtung, Sanierung und Erweiterung der Jugendfreizeitstätten gefällt. Insgesamt 200.000 Euro nimmt die Stadt in den nächsten zweieinhalb Jahren dafür in die Hand. Schrittweise sollen ein Basketballplatz, Funcourts, ein Skaterplatz oder eine Begegnungszonen für die Jugendlichen mit der entsprechenden Infrastruktur errichtet werden.

„Die ersten Schritte wollen wir heuer noch setzen“, erklärt Bürgermeister Christian Haberhauer. Und Jugendstadträtin Lisa Asanger (SPÖ) freut sich „sehr, dass alle Fraktionen die Notwendigkeit einer raschen Umsetzung der Projekte gesehen haben.“

ÖVP will Jugendbeteiligungsmodell

ÖVP-Jugendgemeinderätin Michaela Lampersberger ist es wichtig, dass man die Jugendlichen bei Entscheidungen mit ins Boot holt: „Wir wollen ein Jugendbeteiligungsmodell ausarbeiten, wo sie zu Wort kommen können“. Die Parteienvertreter laden jetzt schon alle Jugendlichen ein, sich mit ihren Ideen und Vorschlägen in den verschiedenen Gremien einzubringen. Denn nur so sei sichergestellt, dass die neuen Freizeitstätten von den Kids auch angenommen würden.