Ärger über Bahnhofs-WC. Frau kritisiert, dass Schließfächer am Bahnhof abmontiert werden und die WC-Anlage versperrt ist. ÖBB verweist auf kaum vorhandene Nutzung und Beschädigungen.

Von Peter Führer. Erstellt am 26. Oktober 2018 (05:42)
Anton Kovacs
Die Schließfächer sollen bald am Amstettner Bahnhof Geschichte sein.

Die Schließfächer des Bahnhofs Amstetten sollen abmontiert werden. Eine Dame kritisierte gegenüber der NÖN das Vorhaben: „Dass die Schließfächer einfach wegkommen werden und angeblich keine mehr hinkommen, ist sehr ärgerlich“, erklärt sie.

Auf NÖN-Nachfrage bestätigt ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif die Pläne: „Die Schließfächer werden einerseits abgebaut, weil sie das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben und mittlerweile die Ersatzteile für Reparaturen nicht mehr vorhanden sind oder produziert werden. Wir können und wollen selbstverständlich keine nicht voll funktionstüchtigen Schließfächer zur Verfügung stellen. Andererseits werden sie so gut wie gar nicht genutzt.“

Neben der Thematik um die Schließfächer kritisiert die Dame auch, dass das Bahnhofs-WC versperrt ist. Dieses kann nur mit einem Schlüssel, der abgeholt werden muss, geöffnet werden. „Das einzige WC am Bahnhof zu versperren ist kundenunfreundlich“, ärgert sie sich.

Diesbezüglich hält Seif fest: „Das Bahnofs-WC wird in vielen Gemeinden auch von vielen Nicht-Bahnfahrern genutzt und oft verschmutzt oder beschädigt. Die Reparatur- und Reinigungskosten sind für die ÖBB enorm. Zusätzlich wirkt sich eine verschmutzte und beschädigte Toilette nicht sehr positiv auf unser Image aus, fühlen sich doch viele Menschen verständlicherweise davon abgestoßen, und das persönliche Sicherheitsgefühl leidet.“

Er verwies auf die Toiletten im Zug, die allen Fahrgästen zur Verfügung stehen würden und ergänzt: „Unser Ziel ist es, an den Stationen mit den meisten Fahrgästen moderne und auch betreute Toiletten zu betreiben. Die ÖBB sind laufend in Evaluierungsprozessen, wie eine für alle Beteiligten möglichst zufriedenstellende Lösung aussehen kann.“