Vandalismus-Plage ärgert Amstettner. Unnötige Zerstörungen sorgen für Unmut in Amstetten. Die Kosten dafür trägt die Allgemeinheit.

Von Peter Führer. Erstellt am 03. September 2019 (06:05)

Anhaltender Vandalismus sorgt in Amstetten für Unmut. In einem Schreiben an die NÖN lobt ein Amstettner die vielen Wander- und Radwege in der Stadt. Doch leider käme es oftmals zu völlig unnötigen Beschädigungen. „Immer wieder gibt es Personen, welche einen eigenartigen Zerstörungstrieb haben und diese für die Allgemeinheit angenehmen Möglichkeiten vernichten.

Gleiches gilt für die Sauberkeit rund um Bänke und Grünanlagen. Feuerstellen sind abgesehen von der Brandgefahr in der heißen Jahreszeit ein zusätzliches Ärgernis für Besucher“, betont er in seinem Schreiben. Weiters werden Sitzbänke und Einkaufswägen in die Ybbs geworfen oder Bierflaschen auf dem Asphalt zerschlagen. „Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben die Teile dann wieder geborgen, aber man fragt sich dann schon, wozu dieser Unsinn zum Schaden der Allgemeinheit gemacht wird“, betont er.

Ein weiterer Vorfall war die mutwillige Zerstörung der Beleuchtung entlang des Weges Urlbrücke Greinsfurth Richtung Stadt. „Anscheinend wurde hier mit Steinen die Beleuchtungskörper zerschossen. Einige Beleuchtungskörper wurden komplett vernichtet“, berichtet der Amstettner. Die Schäden seien zwar bald behoben worden, die Kosten trage allerdings die Allgemeinheit.

Bürgermeisterin: "Zerstörung macht mich persönlich sehr betroffen"

Unnötig ist auch die Beschmierung von öffentlichen Bauwerken. Der Amstettner macht einen Vorschlag zur Verbesserung der Situation: „Lassen wir uns von diesen fehlgeleiteten Menschen nicht tyrannisieren. Halten wir die Augen offen und schaffen wir eine Stelle in der Gemeinde, wo solche Vandalenakte gemeldet werden können.“

Stadt
Bürgermeisterin Ursula Puchebner äußert sich zu Vandalen-Akten.

Bürgermeisterin Ursula Puchebner erklärte auf NÖN-Nachfrage: „Die mutwillige Zerstörung, egal ob von Gegenständen oder der Natur, macht mich persönlich sehr betroffen, zumal ich nicht nachvollziehen kann, was die Beweggründe dafür sind. Die Reparaturen oder auch nur die Beseitigung der Reste dieser Akte verursachen Kosten, die letzten Endes von allen Bürgern der Stadt zu tragen sind.“

Puchebner erklärte, dass die Vandalenakte laut Einschätzung der Stadtpolizei nicht mehr geworden seien. Die Stadtpolizei lege bei den Streifen besonders Augenmerk auf die Verhinderung von Vandalenakten. Und da die Stadtwache mit 1. Oktober wieder personell voll besetzt sein wird, soll sich das in einer noch stärkeren Präsenz niederschlagen. Die Bürgermeisterin verwies auf das Bürgerservice und die Stadtpolizei als Stellen, bei denen Vandalen-Akte gemeldet werden können.