Peiritschberg: Reha-Institut auf Standortsuche. Gerüchte um möglichen Neubau am Peiritschberg beunruhigen Bürger. Fix ist derzeit aber noch gar nichts.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 03. Oktober 2018 (06:29)
Das Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation ist in der Eggersdorfer Straße räumlich beengt. Daher gibt es Überlegungen an einem anderen Standort neu zu bauen.
Kovacs

Gerede über einen möglichen Neubau des IPM Amstetten (Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation) am Peiritschberg (Bereich Billrothstraße) ruft besorgte Anrainer auf den Plan. Sie argumentieren, dass ein derartiges Projekt das Naherholungsgebiet beeinträchtigen und außerdem noch mehr Verkehr in die ohnehin schon stark belastete Preinsbacher Straße ziehen würde.

Puchebner: „Ist uns wichtig, unsere vorhandenen Grünoasen zu erhalten“

Ein Bürger hat sich in einem Schreiben auch an Stadtchefin Ursula Puchebner gewandt und sie gebeten, sich für die Erhaltung der „Grünoase“ Peiritschberg einzusetzen. „In zunehmend heißer werdenden Sommern sind Freiflächen mit Rasen und Bäumen um Gebäude wie Krankenhäuser von großer Bedeutung. Anstatt diese, Gott sei Dank, noch vorhandenen Grünflächen für Gebäude und Parkplätze zu nutzen, sollte man überlegen sie als unmittelbare Naherholungsräume in Form von Parks auszubauen“, heißt es darin.

Die Bürgermeisterin hat schon Gespräche mit dem Betreiber des IPM, Primar Helmut Kern, geführt. „Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass ein derartiges Gesundheitszentrum mit Sicherheit auf den ÖBB-Flächen besser Platz finden würde, als in dem ins Auge gefassten Bereich bei der Preinsbacher Straße“, sagt die Stadtchefin.

Es gäbe dort zwar zwei Grundstücke die als Bauland-Wohngebiet bzw. Baulandkerngebiet ausgewiesen seien, doch die Stadt werde einer Baulanderweiterung in diesem Bereich keinesfalls zustimmen. „Es ist uns wichtig, unsere vorhandenen Grünoasen zu erhalten. Das habe ich Primar Kern auch so mitgeteilt“, betont Puchebner.

Primar Helmut Kern bestätigt auf Anfrage der NÖN zwar, dass es schon seit längerer Zeit Überlegungen für einen Neubau des IPM gäbe, weil man in der Eggersdorfer Straße räumlich einfach zu beschränkt sei. „Es stimmt, dass wir entsprechende Gespräche mit Grundbesitzern führen. Aber wir haben derzeit weder einen fixen Standort, noch gibt es einen konkreten Zeitplan für einen möglichen Neubau.“