140 Mann bei Großbrand in Zeillern im Einsatz. Ein defekter Traktor hat laut Polizei in der Nacht auf Montag einen Brand auf einem Bauernhof in Zeillern (Bezirk Amstetten) verursacht.

Von Hermann Knapp, APA Red und Peter Führer. Update am 11. März 2019 (11:01)

Das erste Obergeschoß des Wirtschaftstraktes wurde zerstört. 140 Feuerwehrmitglieder standen im Einsatz. Ein Übergreifen der Flammen auf einen Stall mit 50 Rindern wurde verhindert. Eine Frau wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht.

Die 46-jährige Bewohnerin hatte kurz vor 3.30 Uhr Flammen im ersten Stock eines Vierkanthofes bemerkt und ihren 50-jährigen Mann geweckt, der die Feuerwehr verständigte. Der Heuboden stand in Vollbrand, berichtete Philipp Gutlederer vom Bezirkskommando Amstetten. Der Wohnbereich wurde durch den raschen Löscheinsatz gerettet. Die Rinder überstanden das Feuer unbeschadet, der Stall wurde belüftet. Die 46-Jährige wurde vom Roten Kreuz versorgt und ins Landesklinikum Amstetten transportiert.

Bei der Brandbekämpfung standen laut Polizei 13 Feuerwehren mit 21 Fahrzeugen im Einsatz. Um die Löschwasserversorgung sicherzustellen, musste ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet werden. Zahlreiche Atemschutztrupps waren im Einsatz, auch ein Hubsteiger der Feuerwehr Amstetten wurde aufgeboten. "Die Nachlöscharbeiten werden noch bis zum Nachmittag andauern", sagte Gutlederer.

Nach ersten Erhebungen des Bezirksbrandermittlers dürfte das Feuer aufgrund eines Defekts an einem Traktor bzw. durch dessen Überhitzung entstanden sein, berichtete die Landespolizeidirektion in einer Aussendung. Die Schadenshöhe war vorerst nicht bekannt.