Erstellt am 19. Januar 2017, 18:55

von Hermann Knapp

284 Delikte im Nachhinein durch DNA geklärt. Spurensicherung an Tatorten zahlt sich aus: Viele Einbrecher werden dadurch noch Monate später ausgeforscht.

Kriminaldienstreferent Chefinspektor Ferdinand Humpl (r.) und Bezirkskommandant Horst Schmutzer freuen sich über die vielen nachträglich geklärten Delikte.  |  NOEN, Knapp

Dass sich akribische Spurensicherung an Tatorten auszahlt, das belegt jetzt eine Auswertung des Bezirkspolizeikommandos für die Jahre 2013 bis 2016.

„Es wird oft über Straftaten durch unbekannte Täter berichtet. Dass aber eine Vielzahl von Einbruchsdiebstählen oft Monate und Jahre später geklärt wird, ist hingegen wenig bekannt“, sagt Bezirkspolizeikommandant Horst Schmutzer. Vor allem ist es natürlich Kommissar DNA, der immer wieder hilft, offene Delikte aufzuklären.

Durch DNA könne Delikte zugeordnet werden

Die Polizisten schicken die DNA-Treffer an ein Labor in Mödling oder die Gerichtsmedizin in Innsbruck. Dort werden sie ausgewertet und in den Computer eingegeben.

Wird ein Einbrecher in Österreich oder auch in anderen Ländern gefasst, wird ein DNA-Abgleich durchgeführt. So können einem Verdächtigen oft Delikte zugeordnet werden, mit denen er sonst nie in Zusammenhang gebracht worden wäre. Teilweise helfen auch Fingerprints zur Aufklärung von Delikten.

Auch Autodiebstähle konnten geklärt werden

Im Bezirk Amstetten wurden auf diese Weise in den Jahren 2013 bis 2016 insgesamt 284 Delikte nachträglich aufgeklärt: 268 Einbrüche (in Wohnungen, Gartenhäuser, Firmen, etc.), sechs Diebstähle, vier gewerbsmäßige und räuberische Diebstähle, je eine Sachbeschädigung, ein schwerer Raub, ein Betrug und ein Fall von Schlepperei.

Auch zwei Autodiebstähle wurden nachträglich geklärt. Die Täter stammen überwiegend aus dem Ausland. „Für uns zeigt sich, dass die Beamten im Bezirk, die mit der Spurensicherung befasst sind, ausgezeichnete Arbeit leisten, und dass sich diese auch in der Klärungsquote niederschlägt“, sagt Schmutzer.