3G am Arbeitsplatz: Betriebe vorbereitet

In vielen Unternehmen im Bezirk Amstetten werden die 3G-Regelungen schon seit geraumer Zeit praktiziert. Konzepte wurden evaluiert.

Erstellt am 04. November 2021 | 13:58
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Arbeitnehmer müssen künftig am Arbeitsplatz die Einhaltung der 3G-Regel nachweisen.
Foto: APA

Seit 1. November ist die 3G-Pflicht am Arbeitsplatz in Kraft. Gut vorbereitet zeigen sich jedenfalls die regionalen Betriebe. Die NÖN hat sich umgehört.

„Selbstverständlich wird die 3G-Regelung ab dieser Woche auch bei uns im Betrieb umgesetzt. Dabei werden wir das nicht viel anders regeln als andere Firmen auch. Es gilt, dass ab diesem Zeitpunkt nur mehr geimpfte, genesene oder getestete Mitarbeiter das Betriebsgelände betreten dürfen. In der Übergangszeit werden die Führungskräfte die geforderten Stichprobenkontrollen übernehmen. Wir prüfen aber aktuell auch die Möglichkeit elektronischer Zugangskontrollen, damit der Aufwand nicht zu groß wird“, sagt die Unternehmenssprecherin der Umdasch Group, Evi Roseneder. Am 9. November habe man auch den Impfbus wieder am Parkplatz. Sowohl Umdasch-Personal als auch unternehmensfremde Personen könnten sich dann impfen lassen.

Bei Lisec wird die 3G-Regelung am Arbeitsplatz bereits seit 27. September praktiziert, wobei für Mitarbeiter, die keinen 3G-Nachweis erbringen wollen, kurzfristig noch die Möglichkeit besteht, bei Kontakt mit Kollegen eine FFP2-Maske zu tragen. Darüber hinaus gibt es bei Lisec bereits seit dem 2. Quartal 2020 einen detaillierten internen Stufenplan, der kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Zudem wurde im Sommer 2021 eine firmeninterne Impfaktion durchgeführt, sodass inzwischen rund 75 Prozent des Lisec-Personals in Österreich geimpft oder genesen sind. „Bezüglich der gesetzlichen Vorgaben der 3G-Regel in den Betrieben ergeben sich somit keine gravierenden Änderungen für uns. In den nächsten Tagen gilt es lediglich, bezüglich jener vereinzelten Mitarbeiter eine Regelung zu finden, die keinen 3G-Nachweis erbringen wollen“, sagt Pressesprecherin Claudia Guschlbauer.

Kostenlose Antikörpertests

Bei der Landsteiner Gruppe wurden die Covid-19-Bestimmungen in das vorhandene System integriert, entsprechend umgesetzt, laufend evaluiert und das Personal unterwiesen. In einem eigens installierten Testcontainer können kurzfristig Covid-Tests durchgeführt werden. Eine größere Testreihe wurde mit dem Roten Kreuz Amstetten bereits durchgeführt.

„Über Änderungen und somit auch über die 3G-Forderung am Arbeitsplatz wurden die beinahe 300 Mitarbeiter der Landsteiner Gruppe gezielt informiert und aufgefordert, ihrer Verpflichtung nachzukommen. Es werden stichprobenartige Kontrollen auf den in ganz Österreich verteilten Baustellen und an den Firmenstandorten durchgeführt. Ebenso wird ein kostenloser Antikörpertest angeboten, der durch Betriebsrat und Unternehmensleitung finanziert wird“, sagt Erhard Blamauer, Sicherheitsfachkraft der Landsteiner Gruppe.

Ein umfangreiches Sicherheitskonzept gibt es auch bei der Stadtgemeinde Amstetten. Zudem erbrachte das Personal als Sicherheits- und Vorsichtsmaßnahme schon vor dem 1. November einen 3G-Nachweis.