Ab 2023 kommt Metall in den Gelben Sack

Erstellt am 27. Juli 2022 | 05:01
Lesezeit: 3 Min
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Kleinere Altstoffsammelzentren (im Bild jenes in Opponitz) sollen längerfristig größeren zentralen Wertstoffsammelzentren weichen. In Wallsee und Euratsfeld werden schon bald zwei davon errichtet.
Foto: Kössl
Dienstleistungsverband treibt Umrüstung auf Wertstoffzentren (WSZ) voran. Das führt auch zur Reduktion der Standorte.
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Im Jahr 2018 löste der „Gelbe Sack“ beim Haus im Bezirk Amstetten und in der Stadt Waidhofen bei der Plastikmüllsammlung die Gelbe Tonne auf der Sammelinsel ab. 2023 steht nun die nächste Änderung beim Müllsammelsystem an. Ab Jänner kommen nicht nur Kunststoff-, sondern auch Metallverpackungen in den „Gelben Sack“. Die Metallcontainer verschwinden dann von den öffentlichen Müllsammelinseln. Bei den Wohnhausanlagen kommt der Metallmüll dann zum Plastik in die gelbe Tonne.

„Wir müssen die Recyclingquote bis 2030 auf 65 Prozent erhöhen und alles, was beim Haus gesammelt wird, bedeutet mehr Menge und eine bessere Qualität“ ist Landtagsabgeordneter Anton Kasser, Obmann des Gemeindedienstleistungsverbandes der Region Amstetten für Umweltschutz und Abgaben (gda) von der Sinnhaftigkeit dieser Änderung überzeugt. „Klar ist aber auch, dass wir die Abholintervalle dann deutlich erhöhen müssen.“ So soll der „Gelbe Sack“ dann im Bezirk Amstetten nicht mehr alle sechs Wochen, sondern monatlich abgeholt werden.

Einwegpfand auf Dosen und Plastikflaschen ab 2025

2025 steht dann bundesweit eine weitere Änderung beim Müllsammelsystem an. Da wird für alle Plastikflaschen und Getränkedosen ein Einwegpfand eingeführt. „Um die Recyclingquote erhöhen zu können, steigen auch die Anforderungen an die Altstoffsammelzentren in den einzelnen Gemeinden“, hält Kasser fest. Um künftig noch mehr Materialien zu trennen und so die Recyclingquote nach oben zu schrauben, werden diese in Wertstoffzentren (WSZ) mit zwölf Container-Stellplätzen umgewandelt.

„In den kleineren Sammelzentren ist derzeit vieles einfach Sperrmüll und der ist nicht recyclefähig, sondern wird verbrannt“, führt Kasser aus. „Das wollen wir mit den neuen Wertstoffzentren reduzieren.“ Bereits 2008 habe man im Bezirk damit begonnen, die ersten Altstoffzentren zu adaptieren, sagt Kasser. So wurden die Sammelstellen in Behamberg, Haag, St. Peter/Au, Amstetten-Ost und -West sowie in Hilm und Ybbsitz bereits zukunftsfit gemacht. „Diese Standorte werden natürlich bleiben“, sagt Kasser, hält aber auch fest: „Es wird künftig im Bezirk Amstetten weniger Sammelzentren geben. So ein WSZ kostet mindestens 1,5 Millionen Euro. Da sind 23 Standorte nicht finanzierbar.“

Neubauten in Euratsfeld und Wallsee

In Hollenstein, Opponitz und St. Georgen/Reith bangte man deshalb zuletzt um das jeweilige Altstoffsammelzentrum in der Gemeinde. Anton Kasser beruhigt: „Vorerst werden die drei Standorte bleiben. Derzeit konzentrieren wir uns auf Neubauten in Euratsfeld und Wallsee sowie Ausbauten in St. Peter und Amstetten-Nord. Das Ybbstal bleibt mal so, wie es ist. Dort sind die Leute und die Mengen überschaubar. Deshalb haben wir da jetzt keinen Fokus drauf und auch keinen Zeitdruck.“

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